Nach Übergriff auf 14-Jährige bei Grafing-Bahnhof

Sex-Täter muss in Sicherheitsverwahrung

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Grafing -  Für das Landgericht München II gab es am Montag im Fall des rückfälligen Sexualstraftäters aus Wasserburg nur eine Lösung: Es ordnete die Sicherungsverwahrung an. Zu riskant war die Gefahr für Frauen, vom 38-Jährigen vergewaltigt zu werden.

Während seiner Tagesurlaube im Oktober und November 2012 hatte es der 38-Jährige nicht lassen können, sich Frauen in abstoßender Art zu präsentieren. Am schlimmsten aber wog der Übergriff auf eine 14-Jährige an einem Waldstück bei Grafing-Bahnhof.

Auch wenn das Gericht dem Wasserburger zugute hielt, dass er die Jugendliche für eine 20-Jährige gehalten hatte, so war die Schülerin doch nur durch ein herannahendes Auto vor einem massiveren Übergriff gerettet worden. In einem früheren Fall, der aktuell nicht angeklagt war, hatte der Angeklagte sein Opfer vergewaltigt.

Vor die Sicherungsverwahrung verhängte das Landgericht noch eine vierjährige Haftstrafe wegen sexueller Nötigung und Exhibitionismus. Es war die Strafe für die völlig maßlosen Attacken, die der Angeklagte leicht hätte verhindern können, hätte er bereits nach dem ersten Vorfall mit seinen Therapeuten gesprochen. Denn in der Psychiatrie befand er sich seit 14 Jahren. Die Anzeichen für seine Triebe kannte er nur allzu gut. Doch er schwieg, um wieder auf Freigang zu dürfen.

Danach verfolgte er eine 14-Jährige, die konnte sich losreißen, wurde vom Angeklagten aber wieder eingeholt und in die Knie gedrückt, bevor Rettung nahte. Die junge Frau, heute 18 Jahre, traut sich immer noch nicht, abends alleine heimzugehen.

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