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Eine Fußgängerin ist auf dem Richardisweg in nördlicher Richtung unterwegs. Links des Weges greift der neue Plan.

Nachverdichtung in Ebersberg

Zwei neue Häuser am Richardisweg möglich

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Die Stadt Ebersberg hat die Tore für eine bauliche Nachverdichtung am Richardisweg geöffnet. Hier können zwei Doppelhäuser entstehen.

Ebersberg – Ein frecher Bauträger hatte die Stadt aufgeschreckt. Er hatte vier Reihenhäuser und zwei Doppelhaushälften auf einem gut 1600 Quadratmeter großen Grundstück am Richardisweg im Internet zum Verkauf angeboten und hatte zuvor noch nicht einmal eine Bauvoranfrage im Ebersberger Rathaus eingereicht. Die Nachbarn liefen Sturm, die Stadt erließ eine Veränderungssperre, um weiterhin Herr des Verfahrens zu sein.

Zudem bat sie einen Planer, sich Gedanken zu machen, wie die Grundstücke westlich des Durchstichs vom Sarreiterweg zum Klostersee künftig bebaut werden können, ohne den Richardisweg als Fuß- und Radfahrerverbindung zu opfern. Dieser Planer schlug dem Technischen Ausschuss des Stadtrats nun vor, zwei langgestreckte, nahezu parallel zueinander stehende Doppelhäuser zuzulassen. Dafür seien acht Stellplätze notwendig. Nahe am Richardisweg sollen Parkflächen entstehen, die auch als Ausweichmöglichkeit dienen können, wenn es im Richardisweg zu Begegnungsverkehr kommt.

In der Mehrheit begrüßten die Stadträte den Plan, weil er in ihren Augen eine sinnvolle Möglichkeit der Nachverdichtung im Innenbereich aufzeigt, ohne den Richardisweg dem Verkehr zu opfern. Letzteres soll dadurch gewährleistet werden, dass eben insgesamt der Bau von nur vier Wohneinheiten ermöglicht wird.

Einzig Gerd Otter und 2. Bürgermeister Toni Ried (beide Freie Wähler) stimmten gegen den Plan. „Wir verändern das markante Ortsbild nachhaltig zuungunsten der Fußgänger und Radfahrer“, sagte Otter, der selbst Architekt ist. Selbst die geringe Anzahl von vier Wohneinheiten schien ihm zu viel, da man sich „Verkehr in den Richardisweg“ ziehe.

Widerspruch kam unter anderem von SPD-Stadtrat Hans Mühlfenzl. Der Plan sei akzeptabel, er gehe mit der Zeit und lasse eine dichtere Bebauung zu. Die Verkehrssituation werde „nicht schlechter als jetzt“, befand Grünen-Stadtrat Philipp Goldner, der auf die in seinen Augen gute Aufweitung des Weges an zwei Stellen für Begegnungsverkehr.

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