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Der Grafinger Neujahrsempfang gehört zu den großen gesellschaftlichen Ereignissen im Jahresablauf der Stadt. Bildmitte: Bürgermeisterin Angelika Obermayr (Grüne). 

Neujahrsempfang der Stadt Grafing

Bürger leben Integration

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Der Neujahrsempfang der Stadt Grafing, zu dem Bürgermeisterin Angelika Obermayr heuer zum fünften Mal in die Stadthalle eingeladen hatte, gehört zu den großen gesellschaftlichen Ereignissen der Stadt im Jahresablauf.

Grafing – Traditionell besteht beim Neujahrsempfang die Möglichkeit, auf herausragendes Bürgerengagement hinzuweisen. Davon machte Obermayr auch diesmal Gebrauch, ebenso wie sie ihre Mitbürger an ihren Gedanken zum neuen Jahr teilhaben ließ. Und die drehten sich um das Thema Wachstum und seine Folgen für die Stadt.

Denn selbst bei einem geringen Wachstum von nur 0,4 Prozent bis zum Jahr 2035 bedeute das für die Stadt einen Flächenbedarf von 14 Hektar, hätten die Planer des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes ausgerechnet. „Zu den 14 Hektar kommen noch Kindergärten, Straßen. Läden und Supermärkte hinzu.“ Einfach keine Baugebiete mehr auszuweisen, sei aber keine Option. „Das ist keine Lösung, wenn wir unseren Kindern hier in Grafing eine Zukunft geben wollen. Und nicht zu vergessen: Wenn niemand mehr zuziehen würde, würden auch wir Grafinger aussterben. Wir brauchen also Wachstum.“

Viele ältere Menschen in der Stadt würden bemerken, dass sie am Markplatz nur noch wenige bekannte Gesichter sehen. Oder dass ihnen viel Hochdeutsch gesprochen werde. Wohngebiete entstünden, wo vorher Wiese war. „Unsere Stadt ändert sich. Rapide. Aber einfrieren oder Käseglocke drüber geht nicht. Unsere Stadt hat sich immer schon verändert – und das wird sie auch weiterhin tun. Tun müssen“, mahnte Obermayr. Diese Situation erfordere von der bürgerlichen Gemeinschaft eine Leistung, die die Stadt aber vorweisen könne: „Grafing hat große Integrationskraft. Dafür sorgen Schulen und eine vielfältige Vereinslandschaft. Und wenn man am Abend in Grafing keinen Parkplatz findet, liegt das daran, dass alle Stammtische florieren“, freute sich die Bürgermeisterin. „Unser funktionierendes Gemeinwesen ist ihr aller Verdienst.“

Einige herausragend engagierte Bürger und Bürgerinnen nannte Obermayr namentlich, allen voran Alois Stockinger, den Vorsitzenden des örtlichen Trachtenvereins. Auch Frank Haschler wurde gelobt für seine vielfältige Jazz-Initiative, Franz Frey für sein Engagement für den Förderverein Stadtmuseum, Franz Heider für seinen Einsatz für den Grafinger Gartenbauverein, sowie Michaela Müller und Sabine Kirchner, die sich für die rührige Transition Town Initiative und das Familien- und Bürgerzentrum in Grafing einbringen.

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