EZ-Redakteur Armin Rösl.

Kommentar zur Flüchtlingskrise

Die Basis ist alleingelassen

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Poing - Poinger Schulleiter, Lehrer und Elternbeiräte haben eindringlich an die Kreispolitik appelliert, trotz der Flüchtlingskrise die Turnhallen wieder dem Schul- und Vereinssport zur Verfügung zu stellen. Ein Kommentar EZ-Redakteur Armin Rösl.

Der Satz, den Poings Realschulleiter Matthias Wabner am Montag gesagt hat, muss bis zu Bundeskanzlerin Angela Merkel weitergetragen werden: „Mit der Belegung der Turnhallen setzt man uns ein riesiges Problem rein.“ Und, so der Nachsatz: Die Basis bleibt damit alleingelassen. 

Die Schulen, die massive Einschränkungen im Unterricht hinnehmen und vieles umorganisieren müssen. Die Gemeinden und Landratsämter, die wegen der hohen Anzahl an Zuweisungen von Asylbewerbern gar nicht mehr anders können, als öffentliche Gebäude als Notunterkünfte in Beschlag zu nehmen. Nicht zuletzt die Bürger, Eltern wie Schüler, über die die große Flüchtlingswelle unkontrolliert hereinbricht.

Es ist gut und lobenswert, dass die Hilfsbereitschaft nach wie vor groß ist. Sie muss es bleiben, denn die Asylbewerber sind die letzten, die etwas für die gegenwärtige Situation können. Diese muss aber schleunigst entschärft werden, Turnhallen als Notunterkünfte sind nicht tragbar – für niemanden.

Während sich Europas Regierungen weiter streiten und Merkel darauf hofft, dass „wir es schaffen“, schwindet an der Basis die Geduld. Die Grenze der Belastbarkeit ist erreicht, schlimmstenfalls bald überschritten. Dann haben braune Menschenfänger leichtes Spiel. Soweit darf es nicht kommen. Deshalb die Bitte, nein, die Forderung an die Bundskanzlerin: „Lassen Sie die Basis nicht mehr allein."

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