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So sieht der Pausenhof der Grafinger Grundschule im Moment aus. Er soll umgestaltet werden.

Sozialausschuss beschließt Umgestaltung

Satte 600 000 Euro für neuen Grafinger Schulhof

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Was brauchen Grundschulkinder in der Pause? Sie brauchen vor allem Bewegung. Darüber, was sie sonst noch brauchen, herrschten im Grafinger Sozialausschuss höchst unterschiedliche Ansichten. 

Grafing –  Die Vorschläge der Stadträte reichten vom einfachen Schneeball bis hin zum Spielband samt bepflanztem Erdhügel und Erlebniszone. Es ging um den Pausenhof der Grundschule an der Kapellenstraße.

Besonders die im Gremium vertretenen Pädagogen fanden die Präsentation der Landschaftsarchitektin Swantje Nowak von „Nowak und Partner“ aus München beeindruckend, obwohl der Vorentwurf, der er ja nur war, in vielen Punkten vage bleiben musste. Lediglich bei den Kosten legte sich Nowak fest. Und die liegen bei knapp 600 000 Euro.

Nach einer ausführlichen Diskussion, an der sich auch die Schulleiterin der Grundschule, Renate Schwarz-Reis, beteiligte, fiel schließlich der einstimmige Beschluss, die vorgelegte „Basisvariante“ einschließlich des genannten Kostenrahmens zu billigen. Jetzt geht das Architekturbüro in die weiteren Leistungsphasen, der Verwaltung wurde übertragen, sich nach Fördermöglichkeiten umzusehen. Eile hat es nicht, denn die Außenanlagen werden erst nach erfolgtem Umbau und Erweiterung der Grundschule erfolgen, die ihrerseits mit 11,5 Millionen Euro veranschlagt sind und in der gleichen Sitzung positiv beschieden wurden.

Stadtrat Max Graf von Rechberg (CSU) zeigte sich angesichts des sich vor ihm auftuenden pädagogischen Anspruchs an einen Pausenhof etwas irritiert, vor allen Dingen auch deswegen, weil er diese Schule als Kind selbst einmal besucht habe. „Wir sind früher rumgeflitzt und haben uns mit Schnee beworfen. Aber ich bin offensichtlich im Mittelalter aufgewachsen“, sagte er, worauf Bürgermeisterin Angelika Obermayr konterte: „Sie sind nicht im Mittelalter aufgewachsen, sondern in den 1960-ern“. Rechberg: „Dann wenigstens im vorigen Jahrhundert, und das stimmt.“ Den Einwand, dass Kinder in einem Erlebnispausenhof weniger an ihren Handys herumdaddeln würden, konkretisierte Rechberg auf seine Weise: „Sie bauen also eine Konkurrenz für den Computer?“, meinte er an die Planerin gewandt. Rektorin Schwarz-Reis sprang ihr bei: „Die Zeiten des Teerhofes sind vorbei.“ Yvonne Magdon von der Verwaltung erinnerte daran, dass die Kinder zu Rechbergs Zeiten mittags wieder zuhause gewesen seien und damit in der freien Natur. „Die Kinder arbeiten täglich acht Stunden in der Schule“, erinnerte sie. Da müsse ihnen in den Pausen und in der Mittagszeit ein Angebot gemacht werden. „Sie müssen balancieren und klettern können.“

Zusätzliche Kosten können noch entstehen, wenn die Schulbushaltestelle in der Kapellenstraße weiter nach Westen verlegt wird. Dass sie im Eingangsbereich zu den Lehrer-Parkplätzen liegt, wurde als suboptimal empfunden, wie Stadtrat Josef Klinger (FW) anklingen ließ. Diese Option soll geprüft werden.

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