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Scheibchenweise zum neuen Radweg Grafing-Moosach-Glonn

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Von: Robert Langer

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Der Bahndamm bei Glonn auf dem in einem Teilbereich ein Naturerlebnisweg entstehen soll. Er ist Bestandteil einer geplanten Fahrrad-Gesamttrasse bis nach Grafing-Bahnhof. 
Der Bahndamm bei Glonn auf dem in einem Teilbereich ein Naturerlebnisweg entstehen soll. Er ist Bestandteil einer geplanten Fahrrad-Gesamttrasse bis nach Grafing-Bahnhof.  © Stefan Roßmann

Der lang erhoffte durchgängige Radweg von Grafing über Glonn nach Moosach lässt auf sich warten. Jetzt vorgestellte Planungen zeigen: Eine Pendler-Strecke wird er nicht.

Landkreis/Glonn – Weil das Projekt des Radweges zwischen Grafing und Glonn als Ganzes nicht schnell umsetzbar ist, wurde es jetzt in Abschnitte unterteilt. Heißt: schrittweise vorgehen. Teilweise ist eine Umsetzung erst 2025 geplant. Und es sind noch einige Fragen offen. Klar ist aber: Das wird wegen vieler Einschränkungen kein alltagstauglicher Radweg – also keine schnelle Verbindung für Pendler, die vom Auto auf das Rad umsteigen wollen.

Schon seit Jahren steht der geplante Radweg zur Debatte, vor allem aus Gründen des Naturschutzes (siehe Kasten). Ein Stichwort ist der ehemalige Bahndamm. Nun gab es im Umweltausschuss des Kreistages einen Zwischenbericht.

Zehn Abschnitte sind für eine Strecke von rund zehn Kilometern vorgesehen. Vorgestellt wurde der Zwischenstand von Martin Riedl, im Landratsamt auch für die Grundstücksverhandlungen zuständig, wenn für Projekte Flächen gebraucht werden. Denn dieser Punkt ist stets eine zentrale Frage. Vorbehaltlich der Grundstücksverfügbarkeit ist nämlich die Umsetzung des ersten Abschnittes von Pierstling (Stadt Grafing) zum Gewerbegebiet Taglaching bis Ende 2023 geplant. Dieses Stück könnte gemeinsam mit dem Abschnitt zwischen dem Gewerbegebiet und dem Ortsanfang fertiggestellt werden. Der Bereich dazwischen, im Gewerbegebiet selbst, ist bereits fertig. Auf der Straße nach Pienzenau soll künftig ein erster Lückenschluss für eine Verbindung nach Alxing hergestellt werden.

Ab Baumhau geht es erst 2025 weiter

Weiter verläuft die geplante Strecke Richtung Baumhau. Hier ist laut Landratsamt eine eventuelle Teilnutzung entlang des alten Bahndamms außerhalb des geschützten Bereichs zu prüfen. Eine Umsetzung ist für das Jahr 2025 geplant. Der nächste Abschnitt nach Gutterstätt gestaltet sich auf einer Länge von einem Kilometer schwierig. Geprüft wird eine eventuelle Alternative nördlich des Bahndammes oberhalb der Hangkante bis Falkenberg.

Anschließend gibt es von Gutterstätt bis zum ehemaligen Bahnhof in Moosach einen Kiesweg. Der sei nicht ausgebaut, aber nutzbar, hieß es in der Sitzung. „Die Ausbaubreite entspricht nicht der eines regulären Radweges“, steht auch in der Vorlage des Landratsamtes.

Strittig: Der Ausbau des alten Bahndamms zwischen Moosach und Glonn.
Strittig: Der Ausbau des alten Bahndamms zwischen Moosach und Glonn. © merkur.de

Im weiteren Verlauf der Trasse gibt es dann zwei Möglichkeiten: entweder die Nutzung der vorhandenen Gemeindestraße oder die Ertüchtigung des Weges auf dem ehemaligen Bahndamm. Der ist dann auch Grundlage für den folgenden, achten Abschnitt mit einer Länge von rund 1,9 Kilometern. Dort müssten einzelne Wegstellen ausgebessert und stehende Stahlschienen am Wegesrand entfernt werden. Was dann für den Radler kommt, ist der beschlossene „Naturerlebnisweg“, der noch konkret verwirklicht werden muss. Der dort vorhandene Schotter ist sehr grob und deshalb mit dem Radl schwierig zu befahren. Auf einem Teilstück soll zunächst als Versuch feineres Material eingebaut werden. In Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde soll anschließend der weitere Verlauf ertüchtigt werden.

Letzter Teilbereich ist die Strecke bis Glonn mit einer Länge von 2,5 Kilometern. Die Route führt über öffentliche Feld- und Waldwege und ist laut Landratsamt bereits vorhanden. Betont wird, dass für alle Bauabschnitte mitunter eine naturschutzfachliche Prüfung noch aussteht. Diese soll, je nach Verwirklichung der Strecke, Stück für Stück durchgeführt werden.

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