Entschärft wird die enge Kurve nördlich von Nettelkofen. Insgesamt wird die Straße besser ausgebaut. Foto: sro

Straßensanierung kommt

Schmal, rissig und ausgefahren

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Grafing - Endlich: Nördlich von Nettelkofen wird die Straße ausgebaut und frostsicher gemacht. Eine andere Linienführung ist derzeit nicht möglich. Auch in der Gemeinde Frauenneuharting tut sich etwas.

Zwei Straßenbauprojekte im südlichen Landkreis sind der Umsetzung einen Schritt näher. Im Kreis-Umweltausschuss ging es jetzt um Vorhaben bei Nettelkofen (Stadt Grafing) und Jakobneuharting (Gemeinde Frauenneuharting). In beiden Vorhaben spielen Kreisel eine Rolle.

Die Straße zwischen der Seescheider Kreuzung nördlich von Grafing und Nettelkofen ist deutlich zu schmal, nicht frostsicher ausgebaut, die Fahrbahn ist rissig und das Bankett ausgefahren. Zudem ist der Straßenverlauf „unstetig“. Die Folge sind Unfälle. Gleichzeitig gestaltet sich aber der Grunderwerb für eine andere Linienführung als schwierig.

Um den Landwirten entgegen zu kommen, soll der Radius der Kurve vor Nettelkofen jetzt enger gestaltet werden als bisher eigentlich geplant. „Das ist an der untersten Grenze dessen, was man gerade noch vertreten kann“, so Bernhard Bauer vom Staatlichen Bauamt Rosenheim in der Sitzung. „Möglicherweise schafft man sich damit ein neues Problem.“ Dennoch ist die neue Linienführung im Vergleich zur heutigen Trasse eine Verbesserung. Insgesamt soll die Straße breiter und den aktuellen Standarts gemäß ausgebaut werden.

Radweg ist Teil des Projekts

Teil des Gesamtprojektes ist ein Radweg, der straßenbegleitend verlaufen soll, von Nettelkofen aus betrachtet links, also westlich. Die Straße wird schon bisher von Radfahrern auf den Weg in die Arbeit und von Freizeitradlern genutzt.

Abgekoppelt wurde vom Vorhaben hingegen ein geplanter Kreisel an der Seeschneider Kreuzung. Der ist allerdings eine staatliche Angelegenheit. Durch die Abkopplung ist der Landkreis unabhängiger in seiner Planung für den weiteren Straßenverlauf, die nun weiter verfolgt werden kann.

Auch bei Jakobneuharting wird saniert

Zweites Projekt: Wegen eines angedachten Kreisels am Ortseingang von Jakobneuharting hatten Anlieger gedroht, die gesamte Planung der Straße zu blockieren. Daher wurden die entsprechenden Überlegungen eingestellt. Bei der dortigen Verkehrsbelastung sei ein Kreisel nicht notwendig, so Bauer im Ausschuss. Mehr Verkehrssicherheit hätte er seiner Ansicht nach allerdings gebracht.

Es geht um die Verbindung vom Schauracher Kreisel nach Jakobneuharting, einem Teil des Gesamtprojektes „Haging“, einer ehemaligen Ewigkeitsplanung. Der Hauptteil wurde inzwischen bereits fertig gestellt. Nun ist das nächste Straßenstück an der Reihe. Der Straßenaufbau ist laut den Planern teilweise sehr schlecht. Proben hätte an manchen Stellen eine Decken dicke von nur fünf Zentimetern ergeben. „Das ist nicht viel“, so Bauer. „Bei einem Radlweg haben wir heute 20 Zentimeter Unterbau.“ Im Zuge des Neubaus soll unter anderem eine auch gefährliche Kuppe abgeflacht werden, um die Sicht der Verkehrsteilnehmer zu verbessern.

Beim Grunderwerb, dessen Verhandlungen jetzt anstehen, könnte ein Grundstücksstreit zwischen zwei Nachbarn eine Rolle spielen, „der schon seit den 50er Jahren brennt. Das könnte spannend werden“, so Bauer. Die Bauzeit für die neue Straße, die unter anderem breiter sein wird als die aktuelle Trasse, wird etwa fünf Monate betragen. Weil der alte Unterbau vollständig raus genommen wird, ist eine Vollsperrung sinnvoll.

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