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Das Geld fließt dahin: Autor Thorsten Schüller erklärt wohin

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Von: Sabine Heine

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Finanzfachmann Thorsten Schüller (55) erklärt, was mit unserem hart verdienten Geld passiert.
Finanzfachmann Thorsten Schüller (55) erklärt, was mit unserem hart verdienten Geld passiert. © Privat

Thorsten Schüller aus Grafing schreibt über Geldvernichtung. Er gibt Tipps, was man dagegen tun kann. Eine Buchvorstellung.

Grafing – Verdammt, jeden Monat dasselbe! Die Kasse ist leer. Miete, Essen, Lebenshaltungskosten. Egal, wie gut wir verdienen, irgendwie bleibt nichts davon übrig. Dabei geben wir uns doch so viel Mühe, die hart erarbeiteten Kröten zusammenzuhalten. „Denkste!“, sagt Thorsten Schüller. Der Wirtschaftsjournalist aus Grafing hat analysiert: Was passiert mit unserem hart verdienten Geld? Warum verschwindet es einfach so, immer wieder? Wer nagt da eigentlich an unseren Finanzen?

„Der große Geldschwund“, das jetzt veröffentlichte Buch von Thorsten Schüller, könnte die Augen öffnen für die wahren finanziellen Kosten des Lebens. In 26 Kapiteln erläutert der Autor, wie der Staat, Banken, Anlagevermittler, Makler und Akteure des Grauen Kapitalmarktes nur eines wollen – unser Geld. Schüller beleuchtet börsengehandelte Fonds, an denen vor allem die Initiatoren verdienen, befasst sich mit unfähigen Unternehmensmanagern und stellt dar, welches finanzielle Risiko das Ende einer Ehe darstellen kann. In fünf eingeschobenen Kurzreportagen geht der Autor zudem individuell auf besondere Fälle von Geldvernichtern ein.

Einen Großteil unseres Gehalts behält erst einmal der Staat

Einen Großteil unseres Gehalts behält allerdings erst einmal der Staat. Dagegen können wir nichts tun. Aber man könnte natürlich mal die Frage stellen, warum der Staat uns so viel Geld abknüpft, warum er manchmal doppelt oder sogar dreifach auf ein und dasselbe Steuern verlangt, warum er nicht einfach mal verzichtet und Steuern senkt, auch um die Stimmung im Land zu verbessern...

„Geld schafft Freiheiten“, sagt Thorsten Schüller und meint, dass kleine Rücklagen jeden Monat große Schritte in diese Richtung sein können. Aber wie dahinkommen? „Mit dem Buch möchte ich einfach mal das Bewusstsein dafür öffnen, wo unser Geld überhaupt hinfließt“, sagt der 55-Jährige. Und er hat eine klare Empfehlung im Gepäck: „Verzicht kann auch helfen.“

Schüller: Muss man zweimal in der Woche essen gehen?

Die täglichen Verlockungen, die uns zum Beispiel das Internetshopping serviert, lassen uns ja immer wieder gerne in die Falle treten. Schnell werden wir schwach und drücken wieder auf den Bestell-Button – ohne zu hinterfragen, ob wir dieses oder jenes überhaupt brauchen. Und der Autor empfiehlt: „Werfen Sie doch einfach mal einen Blick auf Ihre Gewohnheiten.“ Muss man denn unbedingt zweimal pro Woche essen gehen? Reicht auch nicht ein Restaurantbesuch? Muss es immer die teure Weinflasche sein?

Etwas hier und etwas dort gespart. „Kleine Schritte mit großer Wirkung“, so der Finanzmann aus Grafing.  

Das Buch

„Der große Geldschwund“ von Thorsten Schüller ist erschienen bei Books on Demand, 268 Seiten, ISBN-13: 9783751956246, 16,99 Euro (gedruckt) 9,99 Euro (eBook).

Der Titel des Buches „Der große Geldschwund“ von Thorsten Schüller.
Der Titel des Buches „Der große Geldschwund“ von Thorsten Schüller. © Books on Demand

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