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Publikumsmagnet: „Flo’s Overdrive“ mit Classic Rock.

So war das Grafinger Kneipenfest 2017

Heiße Hits und Ohrenschmaus-Schmankerl

Aus vielen Gaststätten in Grafing ertönten Songs, heiße Rhythmen und Musik von Schlagzeug, Gitarre & Co. Mittlerweile ist das Kneipenmusikfest im Veranstaltungskalender der Bärenstadt fest verankert. Ein Rundgang.

Spielten Stones-Hits im Kastenwirt: Roxx Doxx

GrafingZum Aufwärmen spielten ab 19 Uhr auf dem Marktplatz „Laird of Glencairn“, zwei Musiker im karierten Kilt mit Dudelsack und Trommel, schottische Weisen. Im Glashaus hatte sich danach bereits eine zahlreiche Fan-Gemeinde der Band „Mardi Gras“ eingefunden. „City of New Orleans“ war ihre Auftaktnummer, ein Country-Klassiker aus dem Jahr 1984, dessen Refrain „Good morning, America, how are you?“ fast jeder kennt und gerne mitsingt. „Ihr merkt schon“, sagt Sänger und Gründungsmitglied Bernd Delakowitz scherzhaft, „wir spielen Stücke, die unserem Alter angemessen sind, und eurem auch!“.

In der Tat sind es vor allem Leute mittleren Alters, die sich die Sitzplätze im Glashaus rechtzeitig gesichert haben und die jetzt begeistert mitklatschen und mitschnippen. Für sie gibt es Stücke „aus der Oldie-Kneipenkiste“, wie Delakowitz es formuliert, aber auch „a bisserl Woodstock“, was laut Mardi Gras ungefähr „so ist, wie Rock am Ring, bloß mehr“.

Musik im Supermarkt: „Uncle Beat“ in der Kostbar.

Ein paar Hinterhöfe weiter geben die „Swinging G’s“ ihr Big-Band-Repertoire zum Besten und heizen den Zuhörern richtig ein, obwohl im Wildbräu-Hof ein recht frischer Wind ums Eck pfeift. Beim Hit „Tequila“ von The Champs zeigt nicht nur das Publikum vollen Einsatz, sondern auch die Solisten an Saxophon und Posaune.

Big-Band-Klänge von den „Swinging G’s“ im Wildbräuhof.

„Down Town“ heißt die Band, die im Hasi für Party Sound sorgte und auch den Titel spielte, der zu ihrem Namen passt: Down Town, einst berühmt geworden durch Petula Clark. Am Marktplatz wirkt de Formation „Flo’s Overdrive“ mit Classic Rock und Rock’n’Roll vor der Gaststätte Il Ristorante als wahrer Publikumsmagnet, sodass sich nach ein paar Stunden eine große Menschentraube vor dem Lokal zusammengefunden hat. Die schnellen Rhythmen des Songs „Johnny B. Goode“, ursprünglich von Chuck Berry, reißen alle mit und lassen die Menge mitwippen und mittanzen.

Ebenso heiß geht es im Biergarten vom Kastenwirt her: Hier ist ab einem gewissen Zeitpunkt kein Stehlplatz mehr zu ergattern und die Menge grölt und tanzt zu „I can’t get no satisfaction“, dem legendären Hit der Rolling Stones, in Grafing wieder aufgespielt von der Band „Roxx Doxx“. Wer es lieber etwas ruhiger und beschaulicher mochte, der konnte im Genussreich den Balladen und Chansons des Trios „Swing Gitan“ lauschen oder vor dem Bianco e Nero die Songs von Götz Hünnemeier genießen, Alleinunterhalter, der sich der Songwriter-Musik verschrieben hat. Oder er ergatterte sich einen der begehrten Plätze in Sirtls Weinstube, wo die Jazzband „Emile“ zwar von der Dachterrasse ins Innere umziehen musste, weil sie vom nahen Kastenwirt zu viel musikalischen Gegenwind bekam. Dafür bot sie den Freunden des Jazz wahre Ohrenschmaus-Schmankerl, wie zum Beispiel „Samba de Orfeu“ .

Evi Thiermann

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