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Das neue Schulgebäude wird in Elkofen mitten in dem 35 000 Quadratmeter großen Grundstück errichtet, das der Universa Krankenversicherung gehört. 

Große Baumaßnahme

Neue Realschule in Elkofen

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Grafing – Es ist die größte Baumaßnahme in Elkofen, seitdem dort im 19. Jahrhundert ein Sanatorium betrieben wurde. Das alte Gebäude dient der Stiftung Augustinum seit vielen Jahren als Schulhaus. Jetzt soll ein großzügiger Ersatzbau erstellt werden.

Der dazu notwendige Bebauungsplan wurde in der jüngsten Grafinger Bauausschusssitzung auf den Weg gebracht. In einem nächsten Schritt werden dann Behörden und Bürger sich zu Wort melden können.

Den Ratsmitgliedern lag ein Entwurf vor, der die Dimension des Vorhabens deutlich machte. Auf dem Gelände ist südlich der bestehenden Schule ein vieleckiger Neubau geplant, der eine Ausdehnung von 117 Metern erreichen soll. Der Entwurf wurde vom Bauausschuss gebilligt.

Die Stiftung Augustinum betreibt auf dem weitläufigen Gelände eine Realschule. Früher war hier das kleinste Gymnasium Bayerns beheimatet. Weil der Neubau im Außenbereich liegt, muss die Stadt für das Areal einen eigenen Bebauungsplan aufstellen, wogegen der Bauausschuss keine Einwände hatte.

Die Ausmaße des neuen Schulhauses in Zahlen: Der inzwischen einmal erheblich erweiterte Vorentwurf sieht in der aktuellen Fassung eine Grundfläche von 2400 Quadratmetern und eine Geschossfläche von 4800 Quadratmetern vor. Das Gebäude wird zwei Stockwerke erhalten bei einer Wandhöhe von 7,50 Metern.

So imposant das klingt, so wenig werden die Elkofener wohl von dem Neubau sehen. Denn das Schulgebäude wird mitten in dem 35 000 Quadratmeter großen Grundstück errichtet, das der Universa Krankenversicherung gehört. Das Areal ist rundum eingewachsen und mit alten Bäumen durchsetzt. In der Bauausschusssitzung wurde darauf hingewiesen, dass mit der Baumaßnahme keine Erweiterung der Schule einhergehe. Die Schülerzahl erhöhe sich nicht. Mit dem Neubau werde aber die Möglichkeit geschaffen, dass die Schuljugendlichen im Internatsbetrieb in Einzelzimmern und nicht in Doppelzimmern wie bisher wohnen können. Das neue Gebäude dient Unterrichtszwecken, der Altbau der Unterbringung der Schüler.

„Im Landschulheim Elkofen erhalten Kinder und Jugendliche mit einem erhöhten Förderbedarf in der emotionalen und sozialen Entwicklung in enger Kooperation von Schule, Internat/Tagesstätte und psychologischem Fachdienst sonderpädagogische Förderung sowie heilpädagogische Betreuung“, informiert die Stiftung. Es handele sich dabei um gut begabte Kinder und Jugendliche, die aufgrund ihrer Beziehung zu sich und ihrer Umwelt, zeitweise oder in Teilbereichen des menschlichen Zusammenlebens „derart beeinträchtigt sind, dass sie nur unzureichend am Gemeinschaftsleben, insbesondere dem der Schule teilnehmen können“. Die Schüler können hier einen staatlichen Schulabschluss erreichen.

In weitestem Sinne diente das Gelände und die auf ihm befindlichen Häuser schon viel früher caritativen Zwecken. In dem Altbau war einst ein Sanatorium untergebracht, zur Versorgung von „Blutarmen, Herzleidenden und insbesondere zur Nachkur von überstandenen Operationen“. Auch Lungenkranken wurde hier wieder auf die Beine geholfen. Das Haus diente darüber hinaus im II. Weltkrieg schon als Lazarett und beherbergte danach sogar zehn Jahre lang die Innere Abteilung des Kreiskrankenhauses Ebersberg.

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