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Noch deutet nichts darauf hin: Das wird aber Grafings größte Baustelle im neuen Jahr.

Grafings größte Baustelle 2017

Startschuss für Wohnbaumarathon

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Grafing - Die Stadt Grafing hat die Weichen gestellt für ein neues Groß-Wohnquartier auf dem ehemaligen Baywa-Gelände im Herzen der Kommune. Im Bauausschuss wurde der Weg für das Mammutprojekt frei gemacht.

In der Zusammenkunft des Bauausschusses wurden die im Rahmen der Bürger- und Behördenbeteiligung eingegangenen Stellungnahmen zu dem Mammutprojekt abgearbeitet. Überraschend erhob dabei Ratsmitglied Franz Frey (SPD) die Forderung nach einem Kinderspielplatz, der der unübersehbaren Verblüffung ob des späten Einfalls in der Bauverwaltung etwas erregt mit dem Argument begegnete: „Es heißt doch bei uns immer: Das machen wir später!“

Bauamtsleiter Josef Niedermaier konnte den Satzungsbeschluss mit einem Kompromissvorschlag retten. Es gebe in der Planung genügend Freiflächen. „Und wenn Sie wollen, können wir dort auch Kinderspielgeräte draufstellen“, meinte er. Flächen für die Erschließung werden der Stadt vom Bauträger übrigens unentgeltlich zur Verfügung gestellt, was insofern beachtlich ist, als auf dem gesamten Areal auch ohne Bebauungsplan Baurecht lastet, die betreffenden Grundstücke also eigentlich den Wert von Baugrundstücken haben. Es spreche für den Bauträger, dass in diesem Punkt eine einvernehmliche Lösung möglich war und wie der Träger des Vorhabens überhaupt Geduld bewiesen habe, so die Verwaltung sinngemäß.

In Sorge ist der MVV, wie das neue Baugebiet künftig wohl die Nachfrage nach freien Parkflächen erhöhen wird. Diese Nachfrage könnte nach Ansicht des Verkehrsverbundes das Angebot schmälern, das man Autofahrern auf den nahen Park&Ride-Plätzen machen möchte und bisher schon gemacht hat.

Das ist eine Sorge, die nach Ansicht der Grafinger Bauverwaltung unbegründet ist. „Wir sind unserer Verpflichtung nachgekommen, ein Höchstmaß an Parkflächen sicherzustellen“, informierte Niedermaier mit Verweis darauf, dass nahezu das ganze Gelände mit einer großflächigen Tiefgarage unterbaut wird. Auch die Besucherstellplätze würden dort unterkommen, was allerdings bedeutet, dass die Großremise keine Schranke erhalten wird.

Bedenken äußerte das Wasserwirtschaftsamt die Versickerung des Niederschlags betreffend, der von den riesigen Dachflächen auf dem Gelände ablaufen wird. „Das schafft der Untergrund“, zitierte Niedermaier jedoch aus den Untersuchungen.

Einen angenehmen Nebeneffekt hat die neue Bebauung übrigens auch für die Anlieger. Die bestehende 20-kV-Freileitung – eine der letzten im Grafinger Stadtgebiet – wird wir im Zuge der Baumaßnahme verkabelt. Die genaue Trasse wird mit dem Eigentümer und dem Bauträger abgesprochen.

Die Kosten der Verkabelung trägt das Bayernwerk, teilte die Verwaltung mit. Bis zur möglichen Verlegung ins Erdreich hat die Leitung jedoch Bestand, was während der Bauzeit zu berücksichtigen sei.

Auch mit verhältnismäßig bescheidenen Wünschen hatte sich die Verwaltung im Verfahren zu beschäftigen. Anliegerin Christine Reischl äußerte einen Vorschlag: „Aus meiner Sicht sollte die Option gegeben sein, auch Maschendrahtzäune bzw. Stabgitterzäune anbringen zu können. Optisch fügen sich diese unsichtbar in Hecken ein, so kann das Gebiet rund um den Bahnhof freundlich und modern gestaltet werden“, schlug sie vor.

Im Plan vorgesehen ist der „ortstypische Holzzaun mit senkrechter Lattung“. „Unterschiedliche und damit in ihrem unruhigen Erscheinungsbild störende Einfriedungen sind zu vermeiden“, teilte das Stadtbauamt zu diesem Punkt mit.

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