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Die ländliche Struktur in Straußdorf ist in Gefahr. Trotzdem sollen Bauwünsc he berücksichtigt werden.

Wie geht es mit dem Grafinger Gemeindeteil weiter?

Straußdorf: Bauen ja, aber nicht zubauen

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Die Künftige Entwicklung des Grafinger Gemeindeteils Straußdorf muss vielen Bedürfnissen gerecht werden. Auf einen Nenner gebracht: Baueh ja, aber nicht zubauen.

Straußdorf– Wer Straußdorf aus der Luft betrachtet, kann mit ein bisschen Fantasie eine Kelchform erkennen. In der Mitte schmal, im Norden und Süden breit. Auf den ersten Blick sind hier auch für den Laien Baulandreserven ersichtlich, würde man die eine oder andere Lücke schließen. Aber für eine solche Arrondierung bedürfte es einer Änderung des Flächennutzungsplanes. Und die rangiert nicht ganz oben auf der Agenda der Dorferneuerer.

Die örtliche Dorferneuerungsinitiative um Florian Wieser ist ein im Landkreis ziemlich einzigartiger Zusammenschluss von Bürgern. Das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplanes könnte jedoch bis zu fünf Jahre in Anspruch nehmen. Bislang behalf sich die Stadt mit einfachen Bebauungsplänen zum Beispiel für den Ortskern. Der war in der jüngsten Bauausschusssitzung auch Gegenstand der Beratungen. Es ging um die eingegangenen Stellungnahmen. Und da stellte sich heraus, dass Grundeigentümer eine andere Vorstellung haben, besonders was die Erhaltung von Grünflächen betrifft. „Wir würden ihnen empfehlen, innerorts alle aufzugeben“, sagte deshalb Bauamtsleiter Josef Niedermaier – außer an der Kirche und am südlichen Ortseingang. Da es sich bei den anderen Arealen um Flächen handelt, auf denen bereits Baurecht besteht, würden schnell Entschädigungsfragen in den Vordergrund rücken.

Die Stadt will aber erkennbar die Dorfstruktur erhalten, denn die sei „mehr in Gefahr denn je“, so Niedermaier. Wenn also künftig bestehende Bausubstanz in Wohnraum umgewandelt wird, etwa bei aufgelassenen landwirtschaftlichen Gebäuden, soll die Anzahl von acht Wohneinheiten die Obergrenze bilden. In Ausnahmefällen freilich auch deren zehn, formulierte der Bauausschuss einstimmig. „Sie werden lauter Ausnahmefälle auf den Tisch bekommen“, warnte daraufhin der Bauamtsleiter. „Wir können die Augen nicht zumachen, wir sind ein Zuzugsstandort“, meinte dagegen Ausschussmitglied Max Graf von Rechberg (CSU).

Südlich der Attelstraße am nördlichen Ortsrand gibt es schon seit geraumer Zeit Bauwünsche. Rechter Hand Richtung Atteltal ist längst alles bebaut, auf der gegenüberliegenden Straßenseite nicht. Offensichtlich hat bereits der frühere Bürgermeister von Straußdorf, Anselm Entfellner, den Grundeigentümern Hoffnungen gemacht, dass aus Wiese bald Wohnungen werden könnten. Diese Hoffnungen erfüllten sich bisher nicht, sie wären aber mit einem neuen Flächennutzungsplan zu realisieren, der wiederum schnell mit den Plänen der Dorferneuerer kollidieren könnte. Ein schwer auflösbares Dilemma.

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