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Am südlichen Eingang von Straußdorf soll eine „Verkehrsbremse“ entstehen. 

Beschluss des Grafinger Stadtrats

Versprochen ist versprochen: Straußdorf bekommt „Verkehrsbremse“

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Der Grafinger Stadtrat steht im Wort: Die Straußdorfer Bürger sollten nicht die großen Verlierer sein nach der Eröffnung der Ostumfahrung, wurde ihnen versprochen.

Straußdorf – Alle Maßnahmen, die auf mehr Sicherheit in der Straußdorfer Ortsdurchfahrt abzielten, die zusätzlichen Verkehr aufnehmen muss, wurden bisher zum Flop. Und auch die Mittelinsel am südlichen Ortseingang hätte es bald nicht geschafft. Dann zog der Bauausschuss die Notbremse. Er musste fast.

In der jüngsten Sitzung des Gremiums hatte die Verwaltung eine schlechte Nachricht. Die Regierung von Oberbayern gewährt keinen Zuschuss für ein optisches Hindernis am südlichen Ortseingang in Form einer Mittelinsel – genannt Querungshilfe. Fußgänger, so steht allerdings zu befürchten, werden diese Insel kaum benutzen, denn dazu liegt sie ein paar Meter zu weit außerhalb. Die „Querungshilfe“ heißt nämlich nur formal so. Eigentlich müsste sie „Verkehrsbremse“ heißen. Und das ist auch der erklärte Zweck der Maßnahme.

Den Autofahrern soll an dieser Stelle signalisiert werden: „Hier sollst du langsam fahren.“ Dafür gibt die Regierung von Oberbayern aber keine Zuschüsse, was Kritiker wiederum so interpretieren könnten: Den Bürgern Straßendorfs wird zwar bedenkenlos mehr Verkehr zugemutet im zweifellos vorhandenen überörtlichen Internesse, an der Beseitigung der Folgen will sich der Freistaat aber nicht beteiligen. Dass das wenig vertrauensbildend ist, war dem betretenen Schweigen im Ratsgremium deutlich zu entnehmen, von dem sich Ernst Böhm (SPD) als Erster erholte. Denn im Raum stand jetzt die Frage, ob die Stadt diese Mittelinsel zur Gänze auf eigene Kosten bauen soll – ohne einen staatlichen Zuschuss in Höhe von etwa 85 000 Euro. „Das ist gut angelegtes Geld“, meinte Böhm. „Lieber sparen wir an anderer Stelle.“

Den Straußdorfern ist es ernst. „Der Grunderwerb war im Handumdrehen erledigt“, berichtete der Leiter des Bauamts, Josef Niedermaier.

Bei einem ähnlichen Vorhaben am nördlichen Ortseingang war das einst anders.

Auch eine Ertüchtigung der Engstelle auf Höhe der Straußdorfer Kirche kommt nicht vom Fleck. Zwar fand zu diesem Zweck schon eine Ortseinsicht mit Polizei, Anliegern, Mitgliedern der Dorferneuerungsinitiative und Vertretern der Straßenbaubehörde statt. Aber auch eine eindrucksvolle Vorführung mit einem Rollstuhl, in dem sich Josef Höhl an einem Bus vorbei durch die Engstelle bugsieren ließ, konnte die Fachleute nicht umstimmen, sieht man einmal davon ab, dass wachsweich versprochen wurde, die Möglichkeit einer „Verschwenkung“ der Fahrbahn zu überprüfen. Die technischen Möglichkeiten sind angesichts der beengten Verhältnisse einfach sehr beschränkt.

Irgend etwas aber muss gemacht werden, setzte sich im Bauausschuss die Erkenntnis durch. „Da kommen wir nicht raus aus der Nummer“, plädierte Christian Einhellig (FW) dafür, die Querungshilfe dann eben ohne staatliche Zuschüsse zu verwirklichen. Dafür soll auch noch ein Stück Gehweg in Richtung Gasthaus Aschauer für die Bürger rausspringen. „Wir haben’s den Straußdorfern versprochen“, meinte Susanne Linhart (CSU). „Wenn’s irgend eine Möglichkeit gibt, dann sollten wir es tun“, plädierte auch Christiane Goldschmitt-Behmer (Grüne) für den Bau der Mittelinsel, die im Übrigen vom ADAC als sinnvoll erachtet wurde. Der positive Beschluss wurde einstimmig gefällt und einen Zeitplan gibt es auch schon: „Nächstes Jahr im Juli soll alles fertig sein, weil da ist das Trachtenfest“, versprach Niedermaier.

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