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Am Ende waren es zu wenige: Echte und falsche Nikläuse versammelten sich auf dem Grafinger Marktplatz für eine Wette, die die Stadt am Ende verlor. 

Stadt verliert Nikolauswette

Weihnachtsdemo am Grafinger Marktplatz

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Schafft es die Stadt, 150 Nikoläuse im Grafinger Zentrum zu versammeln? Es war zwar eine einfache Wette, aber diese Initiative des Werberings Grafing am Mittwochabend hatte auch etwas von einer Demonstration.

Grafing – Die Aussage war ebenso einfach wie unübersehbar: „Schaut her, so schön könnte es sein.“ Aber der Streit um den Weihnachtsmarkt im Grafinger Zentrum ist begraben und soll hier nicht wieder ausgegraben werden. Nachdem der Markt am alten Platz wegen des temporären Wegfalls der Parkplätze nicht mehr stattfinden konnte, wird es ja jetzt eine Alternative am Bahnhofsplatz in der Stadt geben. Los geht es dort am 16. Dezember. Ein Teil der Fieranten macht den Umzug mit, auch der traditionelle Glasbläser wird dort seine Hütte aufstellen und tägliche Vorführungen anbieten.

„Alles, was nach Nikolaus aussieht, nach links“, meinte der Moderator des Abends, Peter Schölzel. Da zählte der Vorsitzende des Werberinges gerade einmal 17 heilige Männer in Rot. „Echte Nikoläuse zählen doppelt“, war er sichtlich um Schützenhilfe für den Wettgegner, die Stadt Grafing bemüht. Schließlich hatte er die Schecks schon im Sack, die er Bürgermeisterin Angelika Obermayr (Grüne) für soziale Zwecke überreichen wollte.

„Die Musiker haben auch rote Zipfelmützen auf, und die Trompeter zählen dreifach“, änderte Schölzel großzügig die Regeln. Die Stadtkapelle Grafing bedankte sich mit Weihnachtsweisen, die sie lungenstark ihren eiskalten Instrumenten entlockte. Aber zu diesem Zeitpunkt war der Rathauschefin bereits klar, dass sie sich nach einem Weihnachtsengerl-Kostüm umschauen muss, was die Zuschauer sichtlich mit Heiterkeit erfüllte. Sie werde ihre Wettschuld „selbstverständlich erfüllen“, sagte sie. Die Bürgermeisterin muss dazu am Sonntag, 17. Dezember, als Engel verkleidet den Nikolaus beim Grafinger Christkindlmarkt begleiten.

Der Marktplatz war rammelvoll. Die Grafinger hängen offensichtlich an dem Treiben im Zentrum und ließen sich auch von den tiefen Temperaturen an diesem Abend nicht abschrecken. Es gab Glühwein und Steaksemmeln, Gegrilltes und Crêpes.

Unter den Gästen war auch Oliver Bald, auf dessen Initiative hin der Grafinger Weihnachtsmarkt jahrelang im Zentrum eine vielbeachtete Heimat fand. Es war fast so wie früher, „nur dass es morgen wieder vorbei ist“, bedauerte Bald. „Es geht um den Spaß, und dass man etwas auf die Beine stellt“, sagte Schölzel in seinem Schlusswort.

Dann wurde zur Tat geschritten. der Werbering überreichte trotz gewonnener wette je einen Scheck in Höhe von 500 Euro für die Mittagsbetreuung der Grafinger Grundschule und die Aktion der Ebersberger Zeitung gegen die Altersarmut. Die Stadt Grafing legt noch einmal 1000 Euro für die Seniorenkarte drauf. Diese Initiative verfolgt das Ziel, älteren und hilfsbedürftigen Menschen ihr „vertrautes Wohnen zu Hause“ zu ermöglichen. „Das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, machte Obermayr klar, dass manche Senioren bereits große Probleme haben.

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