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Anton Bühn starb bei einem Motorrad-Unfall.

Anton Bühn (53) hat die Johanniter-Trucker aus Unterschleißheim jahrelang unterstützt

Weihnachtsengel stirbt bei Motorrad-Unfall

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Um ihn trauern Biker und die Weihnachtstrucker aus Unterschleißheim: Anton Bühn (53) ist mit seiner Harley tödlich verunglückt.

Unterschleißheim/Grafing – Um ihn trauern nicht nur seine Lebensgefährtin und seine beiden Brüder Edmund und Joachim, sondern auch Biker aus ganz Bayern. Viele Kinder aus dem osteuropäischen Raum werden ihn ebenfalls in guter Erinnerung behalten: Bei der Heimfahrt von einem Urlaub in Griechenland ist „Weihnachtstrucker“ Anton Bühn (53) mit seiner Harley am Dienstag tödlich verunglückt. 

Der Fuhrunternehmer ist Präsident des MC Wheels of Steel, der seinen Muttersitz in Grafing-Bahnhof hat. Bühn hatte ein großes Herz für Kinder. Seit vielen Jahren engagierte er sich für die Weihnachtsaktion der Johanniter in Unterschleißheim, stellte für Hilfstransporte nach Rumänien immer wieder Fahrzeuge seiner Firma zur Verfügung, die er und seine beiden Brüder im Raum Wasserburg betreiben.

Tödlicher Unfall auf der Heimfahrt

„Ich weiß noch nicht einmal, wie es passiert ist“, sagt der Bruder des Verstorbenen, Eduard Bühn. Er sei gerade dabei, mit der Botschaft in Bosnien zu verhandeln, um die Leiche des tödlich Verunglückten überführen zu lassen. Das gestalte sich schwierig, „weil Bosnien nicht zur EU gehört.“ Bei dem Unfall sei ein zweiter Motorradfahrer verletzt worden, soviel wisse er. Das Unglück sei wohl am letzten Tag der Tour passiert, als sein Bruder schon auf dem Heimweg war.

„Helfen war für Toni nie ein Fremdwort. Kinder und Familien in Osteuropa zu unterstützen war ihm immer eine Herzensangelegenheit, für die er alle Strapazen einer solchen Tour, vor allem in den früheren Jahren, gerne auf sich nahm“, schreibt ein Freund von den Weihnachtstruckern auf seiner Internetseite. Die erste Tour startete der Fuhrunternehmer zusammen mit anderen Truckern vor über zehn Jahren. Er stellte nicht nur Fahrzeuge zur Verfügung sondern fuhr auch selbst in die Hilfsgebiete, wie sein Bruder bestätigt. „Er war mehrmals unten.“ 

„Er war sehr, sehr beliebt bei unseren Truckerfahrern“

Über zehn Jahre lang fuhr Bühn mit einem Konvoi, bepackt mit Hilfspaketen, nach Südosteuropa und verteilte die Geschenke dort an Schulen und Kindergärten. Lorand Szüszner (66), Leiter der bayerischen Hilfstransporte, begleitete ihn zwischen 2004 und 2014 auf seinen Touren nach Nord-Rumänien. Abfahrt war jedes Jahr in Landshut, immer am zweiten Weihnachtsfeiertag. Dann ging es zwei Tage lang mit den Lkw und Transportern quer durch Europa. „Er war sehr, sehr beliebt bei unseren Truckerfahrern“, erzählt Szüszner. Mit seiner guten Laune habe er die Kollegen auf der langen Strecke permanent unterhalten. 

„Ich habe Anton nie schlecht gelaunt erlebt“, sagt Szüzner. „Er war einfach ein toller Kumpel.“ Und selbst wenn Bühn terminbedingt selbst nicht mitfahren konnte im Weihnachtskonvoi, hat er seine ehrenamtlichen Mitstreiter nicht hängen lassen. „Er hat uns immer ein Fahrzeug oder einen Auflieger von seiner Spedition zur Verfügung gestellt“, erinnert sich Szüszner. 

Auch auf der Homepage der Wheels of Steel trafen am Freitag Beileidsbezeugungen von Motorradfahrern aus ganz Deutschland ein. Auch von Mitgliedern befreundeter Clubs. Eine im Grafinger Domizil geplante Sommerparty entfällt ersatzlos, teilten die Biker mit, die den Verstorbenen als „Präsi“ der Wheels of Steel in Erinnerung behalten werden. Zu den Erinnerungen werden auch die weiten Touren gehören, die die Biker zusammen mit Toni Bühn unternahmen. Unter anderem gehörte ein Ausflug zum Harley-Treffen am Faaker See zum Programm, wo sich Biker aus ganz Europa für eine Woche zusammenfinden und Tag und Nacht mit ihren Motorrädern den See umrunden. Bei diesen Treffen fehlt Toni Bühn jetzt.

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