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Anfang Mai 2016 erfolgte der erste Spatenstich für die Grafinger Ostumfahrung. Jetzt steht sie kurz vor der Eröffnung. Die Frage ist nur: Wer eröffnet?

Wer eröffnet die Grafinger Ostumfahrung?

„Durchschnitts“-Politiker gesucht

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Die Grafinger Ostumfahrung, ein jahrzehntelang umstrittenes Straßenbauprojekt, dessen Nutzen stets angezweifelt wurde, steht kurz vor der Fertigstellung. Ein Termin steht noch nicht fest. Offen ist auch die Frage, wer das Band durchschneidet.

Grafing – „Wir haben noch nichts gehört. Wir sind in der Warteposition“, lautet die Auskunft aus dem Straßenbauamt Rosenheim. „Mich würde es auch interessieren, wer da kommt“, sagt Grafings Bürgermeisterin Angelika Obermayr (Grüne). Es geht um den offiziellen Einweihungstermin zur Eröffnung der Ostumfahrung von Grafing – immerhin das wichtigste Straßenbauprojekt für die Stadt seit Jahrzehnten. Bauträger ist der Freistaat Bayern. Woran hakt es eigentlich?

Der Fortgang der Bauarbeiten jedenfalls ist es nicht, der Schwierigkeiten bereitet. Die sind nämlich genau im Plan. Die Auffahrt zur B 304 ist fast fertiggestellt. Problematisch ist eher die Frage, wer von der Staatsregierung die Zeit finden wird, das Band durchzuschneiden. Die Stadt Grafing hat Anfang des Monats eine entsprechende Anfrage an die Staatskanzlei gerichtet. Aber bis jetzt gibt es noch keine Antwort. Vor der Bundestagswahl ist der Terminkalender wohl arg dicht gedrängt.

Für die Grafinger ist die Eröffnung in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung. Gleichzeitig soll nämlich die Rotter Straße nach monatelanger Sperrung offiziell wieder in Betrieb genommen werden. Inoffiziell fließt hier der Verkehr hier bereits ab 28. Juli wieder. Die gleichzeitige offizielle Inbetriebnahme biete sich bei neuen Straßen in derart räumlicher Nähe und enger Verkehrsbeziehung aber geradezu an, lautet die Auskunft aus der Grafinger Verwaltung. „Da macht es Sinn, dass man die Feier miteinander organisiert. Momentan hängen wir aber in der Luft.“ Hinzu komme die offizielle Eröffnung der neuen Tiefgarage in der Rotter Straße, die die Parksituation am Marktplatz entspannen soll. Darüber sollen möglichst viele Grafinger informiert werden. Deshalb auch der Einweihungsakt. Bis Mitte September seien die Arbeiten für das straßenbegleitende Grün und die Gehwege fertig. Dann stünde einem „großen Bahnhof“ nichts entgegen, wenn es denn einen Termin gäbe. Angedacht ist die Kalenderwoche 38, also die Woche ab 18. September, so die Auskunft aus dem Straßenbauamt. Eine Anfrage in der Bayerischen Staatskanzlei am Dienstag zur Frage der Terminfindung war wenig erhellend. „Wir sind dran“ hieß es dort auf mehrfache Anfrage.

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