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Den Naturschutzpreis „Ebersberger Arche“ erhielt Christian Mainzl (2.v.r.) für die Entwicklung eines Gerätes verliehen, das durch akustische Signale Wild, insbesondere Kitze, aus Wiesen vertreiben kann und dadurch vor dem sicheren Mähtod bewahrt. Swantje Schlederer wurde für ihre nachhaltige Förderung des Preises ausgezeichnet. Es gratulierten Bayerns Jäger Präsident Jürgen Vocke (li.) und Konrad Metzger, Vorsitzender der Ebersberger BJV-Kreisgruppe. 

Christian Mainzl erhält Naturschutzpreis der Ebersberger Jäger

Wild wird vor dem Mähtod bewahrt

Die Ebersberger Jägerschaft hat bei der Hege- und Naturschutzschau in Grafing vor zahlreichen Gästen aus der Politik, der Land- und Forstwirtschaft und den Naturschutzverbänden der Öffentlichkeit vorgestellt, was im zurückliegenden Jagdjahr an Wild erbeutet wurde.

Grafing – In seinem Grußwort hob Landrat Robert Niedergesäß die gute Zusammenarbeit der Jägerschaft mit den örtlichen Behörden hervorgehoben. „Unsere moderne Jagd steht für eine jagdethische hochstehende und streng tierschutzgerechte Jagdausübung. Sie ist ideologiefreier Naturschutz in der Praxis, der zusammen mit seinen Partnern in Forst- und Landwirtschaft Wald und Flur als Wirtschaftsfaktor, zugleich aber immer auch als Wildtierlebensraum versteht“. Mit diesen Worten dankte der Präsident des Bayerischen Landesjagdverbandes, Jürgen Vocke, der Ebersberger Jägerschaft für ihr Engagement in Zeichen der Waidgerechtigkeit.

Konrad Metzger, 1. Vorsitzender der BJV-Kreisgruppe Ebersberg, der zusammen mit seinen Vorstandskollegen zur Hege- und Naturschutzschau eingeladne hatte, wurde für seine langjährigen Verdienste um das bayerische Jagdwesen das Ehrenzeichen des BJV in Silber verliehen. „Außergewöhnlicher ehrenamtlicher Einsatz gehört gefördert“, so . Vocke. Swantje Schlederer, langjährige Geschäftsführerin der Wildbräu Grafing GmbH, erhielt für die nachhaltige Förderung der „Ebersberger Arche“ die St. Eustachius-Medaille des BJV. Der Naturschutzpreis „Ebersberger Arche“ wurde in diesem Jahr an Christian Mainzl für die Entwicklung eines Gerätes verliehen, das durch akustische Signale Wild, insbesondere Kitze, aus Wiesen vertreiben kann und dadurch vor dem sicheren Mähtod bewahrt. „Das ist auch ein Zeichen dafür, dass die Jägerschaft neben und mit der Jagd den Erhalt des natürlichen Lebensraumes mit seiner Vielfalt an Pflanzen und Tieren fördert. Auch das Ausbringen von Nistkästen sowie Anlegen und Pflege von Streuobstwiesen und Wildäckern durch die Jäger ist ein wichtiger Beitrag dazu“, so Metzger.

Josef Ruegg vom Landschaftspflegeverband erläuterte – passend zum „Jahr der Biene“ – mit einem Vortrag dem Auditorium, welche Bedeutung die heimischen Wildbienen für die Natur und Kulturlandschaft haben und was nicht nur Jäger, sondern jeder Mitbürger für den Erhalt des Lebensraumes und der Nahrungsquellen der Wildbienen beitragen kann. Die waidgerechte Jagdausübung garantiert den Erhalt eines gesunden, artenreichen und dem Lebensraum angemessenen Wildbestandes. Der Schlüssel zum Erfolg liegt dabei in der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten und im aktiven Erhalt der Motivation. „Den Herausforderungen der wegbrechenden Niederwildbesätze, der europaweit wachsenden Wildschweinpopulation oder der zuwandernden Wölfe sollten wir gemeinsam entgegentreten, wenn wir unser bewährtes Revierjagdsystem erhalten wollen“, so Vocke, der auf die Verantwortungsgemeinschaft von Grundeigentümern und Jägern baut.

2017 konnten ca. 2300 Rehe und ca. 200 Wildsauen im Landkreis erbeutet werden, so Richard Fauth, der die Jagdstrecken bekannt gab. Damit ist bei dem Schwarzwild wiederum ein deutlicher Zuwachs zu den Vorjahren zu verzeichnen, während die Rehwildstrecke in etwa gleich blieb. 

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