Die Hände zum Himmel. Partystimmung herrscht derzeit in Grafing. Der Tabellenführer der 2. Bundesliga Süd rauscht von Sieg zu Sieg. foto: stefan rossmann

Grafing rockt die Liga

Grafing - Wahnsinn, diese Volleyballer des TSV Grafing. Der Zweitliga-Aufsteiger hat einen Lauf. Und was für einen. Gegen VCO Kempfenhausen gab’s den achten Sieg im achten Spiel. Das Team von Trainer Jürgen Pfletschinger spielt nicht nur spitze, sondern ist auch Spitzenreiter.

Grafing - Traditionell machen die Spiele gegen das Volleyballinternat VCO Kempfenhausen wenig Spaß. Die Gegenwehr lässt zu wünschen übrig, und an das Niveau der normalerweise mit den Zweitligagegnern überforderten Nachwuchstalente passten sich auch die Grafinger schnell an. Eine solide Leistung reichte zu einem lockeren Erfolg: 3:0 (25:21, 25:19, 25:17).

Trotz des weniger attraktiven Gegners kamen wieder an die 300 Zuschauer in die Jahnsporthalle und erlebten eine Partie, in der die Bärenstädter nicht ihren besten Volleyball abrufen mussten. Mit Dejan Stankovic (39), Adis Katanovic (33), Armin Dewes (30) und Rainer Stoll (34) stand auf Grafinger Seite quasi die Vatergeneration der 16- bis 19-jährigen Kempfenhausener auf dem Feld. Dieser Erfahrungsvorsprung reichte aus, um sich durch die Partie zu manövrieren.

Einen besonderen Reiz stellte die Partie für Benno Voggenreiter dar, der ja erst vor der Saison aus dem Internat zurück nach Grafing gekommen war. „Ich wollte den Jungs natürlich zeigen, wie ich mich in Grafing entwickelt habe. Schließlich kenne ich die ganze Mannschaft aus meiner Zeit auf dem Internat. Aber ich denke, das ist mir ganz gut gelungen“, sagte der Grafinger Außenspieler.

Spannend wurde die Aufgabe Kempfenhausen für Voggenreiter, da die gerade ihn als vermeintlichen Schwachpunkt in der Annahme des TSV Grafing ausgemacht hatten. „Das ist ihnen aber misslungen“, so Voggenreiter frech. Damit hatte er aber keinesfalls unrecht, denn nach leichten Startschwierigkeiten kam der 19-Jährige besser ins Spiel und konnte sogar im Block Erfolgserlebnisse feiern.

Auch Dominik Stork spielte mit Kempfenhausener Vergangenheit und machte seine Sache auf diagonal gut, stellte zusammen mit Armin Dewes einen Block, vor dem auch deutlich ältere Spieler, als die des Internats, Respekt gehabt hätten.

Grafings Trainer Jürgen Pfletschinger konnte nach der Partie sowohl mit der Leistung wie auch mit dem Ergebnis zufrieden sein. Der im Schongang erzielte Sieg tat im Hinblick auf die bevorstehenden schweren Aufgaben gut.

Zwei Wochen bleiben nun Zeit, bis es zum TSV Friedberg geht. Bis dahin kann der Coach sich die Tabelle genüsslich vor Augen halten, denn von der Spitze sind die Grafinger bis dahin nicht zu verdrängen. „Der Blick auf die Tabelle ist natürlich wunderbar. Da kann ich sehr gut mit leben“, erkannte Pfletschinger. Einzig Konstantin Schmid war am Samstag ein wenig unzufrieden. „Spiele gegen solche Gegner machen mir einfach nicht so viel Spaß“, sagte er. Der Blick auf die Tabelle wird ihn versöhnen.

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