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Thomas Huber (CSU)will Söder im Spagat sehen.

Sonderparteitag der Christsozialen heute

Grafinger CSU-Abgeordneter zum Parteivorsitz von Söder: „Wir wählen den Besten zum Chef“

  • Christoph Hollender
    VonChristoph Hollender
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Auf einem Sonderparteitag in München soll heute Markus Söder zum neuen Vorsitzenden der CSU gewählt werden. Wir haben mit dem Grafinger Landtagsabgeordneten Thomas Huber gesprochen.

Die CSU soll weiblicher werden. Wieso haben Sie Ilse Aigner nicht als Parteichefin vorgeschlagen?

Ich hätte mir Ilse Aigner für Vieles vorstellen können. Sie hat sich jedoch für das Amt der Parlamentspräsidentin entschieden und wir wählen heute den besten Kandidaten zum CSU-Chef. Hier geht es nicht um Mann oder Frau, sondern um die beste Qualifikation für diesen Job. Ich glaube, dass Markus Söder den Spagat zwischen Bayern und Berlin schafft.

Sie fordern für den Europawahlkampf ein sozialpolitisches Profil. Muss das eine Partei mit dem S im Namen betonen?

Wir müssen das Positive in den Vordergrund stellen! Wenn wir uns die EU anschauen, sehen viele nur das „Bürokratiemonster“ und vergessen, dass es das größte Friedensprojekt aller Zeiten ist. Es gibt EU-Länder wie Spanien und Griechenland mit einer hohen Jugendarbeitslosigkeit. Die zu bekämpfen, wäre eine der Aufgaben der EU. Ebenso eine christliche und soziale Migrationspolitik. Flüchtlinge müssen gerecht in der EU verteilt werden. Nicht nur Deutschland soll sein soziales Gesicht zeigen.

Bürokratieabbau hat auch schon Stoiber versucht. Glauben Sie immer noch, dass das klappt?

Das muss das Ziel sein! Es reden zu viele Einzelstaaten mit, wenn es um Kernfragen in der EU geht. Beispiel: Die Datenschutzgrundverordnung war gut gemeint und sollte den Bürger vor Großkonzernen schützen, macht aber den Vereinen und Familienbetrieben das Leben schwer. Hier hätte differenziert werden müssen.  

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