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Die Erdarbeiten für die Grafinger Ostumfahrung haben begonnen.

Bau der Grafinger Ostumfahrung hat begonnen

Mit Bagger gegen Wiesenbrüter

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Grafing - Der Startschuss für den Bau der Grafinger Ostumfahrung ist gefallen. Zu Wochenbeginn wurde auf Höhe der Brandstraße „mit der großflächigen Abschiebung des Oberbodens“ begonnen, bestätigte Stefan Pecher von der Bauabteilung.

Ursprünglich war eigentlich der April als Baubeginn im Gespräch gewesen. Die milde Witterung machte eine Vorverlegung des Termins möglich. Großflächig abgeschoben wird der Boden auch deswegen, dass sich im zeitigen Frühjahr hier nicht Wiesenbrüter niederlassen können. „Das ist sicher eines der Hauptargumente“ bestätigt Pecher.

Woher weiß der Baggerfahrer, wieviel Boden er genau abtragen muss? „Das sehe ich an der Farbe“, sagt er auf Nachfrage. Das Material wird übrigens nicht abtransportiert, sondern auf dem Areal gelagert und später zur Modellierung des Geländes verwendet.

An der Stelle, wo jetzt der Komatsubagger seine Schaufel ausstreckt, soll später einmal eines der insgesamt vier Brückenbauwerke entstehen. Die Verlängerung der Brandstraße führt nämlich zu einem Anwesen mit dem Hausnamen „Winkelmüller“, das auf einer kleinen Anhöhe steht. Die Brücke, die hier gebaut werden wird, ist eigentlich eine Unterführung, durch die ein Fuß- und Radweg unter der Ostumfahrung durchgezogen wird. Das Anwesen selbst, so sagt Pecher, sei über den Kreisel an der Rosenheimer Straße erschlossen. Auch die Landwirte werden wohl diesen Weg nehmen. Denn zu mächtig durfte das Bauwerk an dieser Stelle nicht werden, weil die Umfahrung sonst einen höheren Damm erfordert hätte. Dieser Damm aber war es, der in Grafing für Bürgerproteste gesorgt hatte, und prompt „Heiler-Damm“ getauft wurde, nach dem Namen des ehemaligen Bürgermeisters der Stadt.

Margit Schönberger vom Straßenbauamt Rosenheim hat die technische Leitung der Baustelle inne, die der Leiter der Behörde, Eugen Bauer, als ein „wichtiges Projekt“ bezeichnet. Schönberger skizziert einen ungefähren Zeitplan, wie es nach den Erdarbeiten weitergehen wird: „Die Brückenbauwerke sollen bis zum Sommer fertig sein.“ Insgesamt werden vier davon gebaut. Neben der an der Brandstraße wird eine an der Kapellenstraße errichtet (die größte), eine über den Ziegelgraben und auf Höhe der Anschlussstelle an die B 304 noch eine. „Dann wird mit dem Kreisverkehr an der Rotter Straße begonnen“, so Schönberger. Und schließlich würden die Anschlusstelle an der B 304 und der Kreisel in der Rosenheimer Straße in Angriff genommen.

„Im Herbst 2017 wollen wir fertig sein.“ Dass das alles klappt, dazu muss auch die Stadt Grafing mit Baumaßnahmen unter ihrer eigenen Regie einen Beitrag leisten. Denn Wasser- und Kanalleitungen sind teilweise den Troglagen im Weg und müssen verlegt oder auch nur gesichert werden, damit sie unter der Last des Straßendammes und des zu erwartenden Schwerverkehrs nicht zusammenbrechen. Die Stadt schreibt diese Arbeiten derzeit aus, die parallel zu Errichtung der Brücken durchgeführt werden. Die Kosten übernimmt das Straßenbauamt.

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