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Hier soll sich endlich mehr rühren: Der Seniorenbeirat der Stadt Grafing möchte den Stadtpark zu einem Bewegungspark machen.

Seniorenbeirat hat einen großen Wunsch

Stadtpark soll Begegnungspark werden

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Zwei Jahre ist es jetzt her, dass in Grafing ein Seniorenbeirat gegründet wurde. Bei den jetzt erstmals fälligen Neuwahlen wurde Vorsitzender Josef Koller im Amt bestätigt. „Der Seniorenbeirat ist ein Erfolgsmodell und Selbstläufer“, freute sich Bürgermeisterin Angelika Obermayr (Grüne) in einer kurzen Bilanz. „Sie fordern nicht nur, sie machen.“

Grafing  Koller bedankte sich seinerseits bei der Grafinger Verwaltung für die Unterstützung. „Was umsetzbar ist, wird umgesetzt“, lobte er den „informellen Dienstweg“, wie Obermayr es formulierte.

In seinem Resumee machte Koller deutlich, dass es oft Kleinigkeiten sind, die über „gut“ und „geht gar nicht“ entscheiden. Ein Versammlungsort, bei dem die Toiletten im Keller sind, scheidet zum Beispiel aus, was die Wahl der Gaststätten, in denen sich die Grafinger Senioren treffen können, schon ein bisschen einschränkt. Die Bemühungen, die Senioren zusammenzubringen, machen jedoch kleine Fortschritte. Offensichtlich hat sich ein Stammtisch zusammengefunden, der sich an wechselnden Orten, zum Beispiel im Café Glashaus trifft. Der Spielenachmittag hingegen, der im Seniorenhaus angeboten wird, „wird nur sehr zögerlich angenommen“, berichtete Koller. Das Grafinger Seniorenhaus bezeichnete er ebenfalls als großen Erfolg, „nur leider ist es bereits zu klein“.

Kleine Schritte hingegen führen manchmal auch weiter. Der Vorsitzende des Seniorenbeirates berichtete von einer Bestandsaufnahme, die städtischen Bänke in Grafing betreffend. Nach der Inventur habe der Bauhof alle Sitzgelegenheiten instandgesetzt. Solche Bänke würden sich die Senioren auch auf dem Waldfriedhof wünschen, und zwar solche, die man sich bei Beerdigungen zum Beispiel vor ein Grab stellen könnte, damit die älteren Menschen nicht so lange stehen müssen. Dieses Projekt soll jetzt mit der Verwaltung angegangen werden.

Offensichtlich großen Bedarf gibt es für sogenannte „Wohnraumberatungen“, an denen sich der Seniorenbeirat nach entsprechender Vorbereitung beteiligt habe. Ziel ist es dabei, den älteren Grafingern zu ermöglichen, so lange es irgend möglich ist, in den eigenen vier Wänden zu wohnen. Inzwischen hat diese Beratung die Caritas übernommen, die dazu das bessere Fachpersonal habe.

Größtes Anliegen ist dem Seniorenbeirat nach wie vor ein „Bewegungspark“, für den sich besonders Wilfried Decker einsetzt. Nach Inaugenscheinnahme bestehender Einrichtungen in der Umgebung ist der Beirat immer noch auf der Suche nach einem geeigneten Standort. Inzwischen ist dazu der Stadtpark ins Blickfeld gerückt unter dem Motto „Begegnungspark“. Die Geräte, die dort aufgestellt werden könnten, sollen jung und alt gleichermaßen animieren zu einem „Das probiere ich jetzt auch einmal“, wie es Decker formulierte. Das Projekt ist schon länger am Köcheln. In der nächsten Sitzung des Sozialausschusses am 21. März könnte vielleicht schon der Startschuss fallen. Abgesehen davon, dass über die Standortfrage noch endgültig entschieden werden müsste, ist auch die Frage der Finanzierung noch überhaupt nicht geklärt.

Als 2. Vorsitzender im Amt bestätigt wurde Klemens Siebert. Schriftführer ist der Grünen-Stadtrat Josef Biesenberger, der für Franz Frey ins Gremium nachrückte. Neu aufgenommen wurde Helmut Nolten. „Wir sind ein gutes Team“, freute sich Vorsitzender Josef Koller auf gute Zusammenarbeit.

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