Greimel-Anwesen: Schluss mit der "Salami-Taktik"

Pliening - Es gibt viele Episoden rund um das altehrwürdige Gasthaus Greimel in Gelting. Nun hat der Gemeinderat Pliening entschieden, dass vorerst keine weitere mehr hinzukommt.

Mit seltener Einmütigkeit wurde nämlich die formlose Anfrage der Isar Projektentwicklungsgesellschaft GmbH abgelehnt, die Zahl der Wohnungen auf dem Areal von 16 auf 20 zu erhöhen. Um die entsprechende Anzahl an Parkplätzen realisieren zu können, sollen einige Duplex-Garagen errichtet werden.

Schon der Bauausschuss hatte den Antrag einstimmig abgelehnt, denn wegen der Vermehrung der Wohneinheiten sollten die als öffentlich ausgewiesenen Parkplätze bestimmten Wohnungen zugewiesen werden (wir berichteten darüber).

Mit der Errichtung von einigen Duplex-Garagen meinten die Antragsteller nun, dieses Problem gelöst zu haben. Im Gemeinderat sprach man sich über die Parteigrenzen hinweg aber generell gegen die Wohnungsverdichtung aus. Wie Bürgermeister Georg Rittler erläuterte, sollte in jeden Gebäudeblock eine weitere Wohnung realisiert werden, ohne die Grundmaße zu verändern.

"Das bedeutet 20 Prozent weniger Wohnfläche für jede Familie, die dort einzieht, aber gleichzeitig auch 20 Prozent mehr Einnahmen für den Vermieter", rechnete Franz Burghart dem Plieninger Bauausschuss in der Sitzung (CSU) vor.

Kristina Widmann (SPD) sprach gar von "Salami-Taktik und Verwässerung" der Ortsgestaltungs- und Einbeziehungssatzung. Diese müsste nämlich geändert werden, um das Vorhaben der Isar Projektentwicklung GmbH verwirklichen zu können. Ob der Interessent am Areal nach dieser vehementen und kompromisslosen Ablehnung von Änderungswünschen noch Interesse zeigt, war nicht zu erfahren.

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