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Die B 15 neu wird nach offiziellen Plänen den Landkreis Ebersberg nicht im Atteltal durchschneiden.

Info-Veranstaltung im Landgasthof Bruckhof

Gute Nachricht: B 15 neu geht am Landkreis vorbei

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Landkreis - Offizielle Entwarnung: Die Ängste in der Bevölkerung waren groß, aber die B 15 neu wird nicht durch das Atteltal verlaufen.

Diese gute Nachricht für den Landkreissüden präsentierte am Montag der Landtagsabgeordnete Thomas Huber zusammen mit Landrat Robert Niedergesäß und MdB Andreas Lenz (alle drei CSU) der Öffentlichkeit.

Die Ängste in der Bevölkerung waren groß. Das unberührte Atteltal hätte unter der neuen Trasse der B 15 gelitten und mit ihr die Bewohner im südlichen Landkreis Ebersberg, die sich deshalb auf einer Informationsveranstaltung im Landgasthof Bruckhof zahlreich Luft gemacht hatte.

Vielleicht hat der Protest ja etwas bewirkt. Fest steht jetzt: Auf Nachfrage von Thomas Huber informierte das Büro des Staatssekretärs Gerhard Eck aus dem Bayerischen Staatsministerium des Innern am vergangenen Freitag über den aktuellen Planungsstand der B 15 neu. Im Ergebnis: „Die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans sieht vor, dass die B 15 neu nicht durch das Atteltal geführt wird.“

Wörtlich heißt es in dem Schreiben an den neu gewählten CSU-Landtagsabgeordneten aus Grafing: „Sehr geehrter Herr Abgeordneter, als Anlage schicke ich Ihnen den Verlauf der geplanten B 15 neu südlich der A 94, wie er für die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes vorgesehen ist - angemeldet wird die schwarze Linie, die graue Linie stellt den Verlauf der bisherigen Raumordnungs-Trasse dar. Eine Anmeldung erfolgt voraussichtlich Anfang Februar.“ Seit Mitte der 70er Jahre schwebt wie ein Damoklesschwert die Planung einer möglichen Trasse der geplanten „B 15 neu“ über der Gemeinde Emmering im Atteltal. 2013 kam die Planung durch die geplante Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans in den Jahren 2015/2016 wieder in die Diskussion und hatte die Bevölkerung in Emmering erneut verunsichert.

Die Planung war bisher im „weiteren Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans, hatte also keine hohe Priorität und wurde daher auch nicht weiterverfolgt. Der Freistaat hatte diese Maßnahme aber - wie alle anderen geplanten Maßnahmen in Bayern - in das Gesamtpaket mit aufgenommen und für eine Höherbewertung der Neutrasse in den „vordringlichen Bedarf“ angemeldet. Zur Erklärung: Wenn diese Höherstufung erfolgen würde, würden auch die Planungen weiterverfolgt werden. Die Planung aus den 70er Jahren, die eine Straße durch das Landschaftsschutzgebiet Atteltal vorsah, war aber auch aus ökologischen Gesichtspunkten nicht mehr akzeptabel. Bei einer Bürgerinformationsveranstaltung am 12. Juni 2013 im mit rund 400 Besuchern vollbesetzten Landgasthof in Bruckhof hatten die besorgten Mitbürger klar Position gegen eine B 15 neu durch das Atteltal bezogen. Auch er, als CSU-Kandidat für den Landtag, und Andreas Lenz als Kandidat der Christsozialen für den Bundestag hätten damals klar Position bezogen und sich gegen diese Trasse durch das Atteltal ausgesprochen, so Huber am Montag.

Der Landtagsabgeordnete hat seit seiner Wahl eigener Auskunft nach beim zuständigen Staatssekretär im Innenministerium nachhaltig auf die Einhaltung der bereits im Juli 2013 erzielten Gesprächsergebnisse gedrängt. Damals hatte die Oberste Baubehörde schon signalisiert, von der Trasse im Atteltal Abstand zu nehmen. Aus diesem jetzt aktuellen Plan „geht klar und unmissverständlich hervor, dass der Freistaat künftig keine autobahnähnliche Bundesstraße durch das Atteltal mehr plant. Für den Landkreis Ebersberg und insbesondere die betroffenen Bürger und das reizvolle Atteltal stellt diese Entscheidung eine große Entlastung dar und setzt einen finalen Schlusspunkt unter die jahrzehntelange Diskussion und Besorgnis“, sagen Huber, Lenz und Niedergesäß.

Der Landtagsabgeordnete Huber hat am Montagmittag auch offiziell die Bürgermeister der Verwaltungsgemeinschaft Aßling per Mail über die aktuelle Planung informiert.

Michael Seeholzer

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