Josef Huber, Kreisheimatpfleger (links),
 Robert Bauer (Stadtführer), Roswitha Hülser (Stadtführerin), Sebastian Klinghardt (Bayerische
 Staatsforsten), Thomas Warg (Kreisheimatpfleger und Stadtführer), Günter Obergrusberger (2.
 Bürgermeister Ebersberg).
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Sie haben ein großes Programm auf die Beine gestellt: Josef Huber, Kreisheimatpfleger (links), Robert Bauer (Stadtführer), Roswitha Hülser (Stadtführerin), Sebastian Klinghardt (Bayerische Staatsforsten), Thomas Warg (Kreisheimatpfleger und Stadtführer), Günter Obergrusberger (2. Bürgermeister Ebersberg).

Tag des offenen Denkmals im Landkreis Ebersberg

Der Forst als Denkmal 

Am Sonntag, 12. September, ist der Tag des offenen Denkmals. Im Ebersberger Forst gibt es ein umfangreiches Programm 

Landkreis – Das Programm beginnt am kommenden Sonntag um 10 Uhr und endet um 17 Uhr. Hauptstationen, die auch mit dem Auto erreichbar sind, sind das Museum Wald und Umwelt, das Forsthaus Hubertus mit dem Forsthaus Diana sowie die Sauschütt. An diesen Stationen ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. Zudem spielen Volksmusikgruppen auf. Da die Wege im Forst ganz schön weit sein können, fährt „Josefine“, der Zug der Faschingsgesellschaft Ebersberg mit vier Waggons alle Stationen rund um das Forsthaus Hubertus an. An den einzelnen Stationen warten 30 sachkundige Gästeführer und Forstleute mit kurzen Wanderungen, Präsentationen und Vorträgen zu den verschiedensten historischen oder naturkundlichen Themen: Die stellvertretende Ebersberger Bürgermeisterin Lakhena Leng eröffnet den Thementag am Museum Wald und Umwelt. Hier mit dabei: Landrat Robert Niedergesäß, Altbürgermeister Walter Brilmayer und Hannes Müller, Chef des Museums Wald und Umwelt. Im Mittelpunkt steht die Entstehung des Museums, seine wechselvolle Geschichte bis hin zum Brand, seine Angebote, Höhepunkte und künftige Schwerpunkte.

Vom Museum dampft Josefine um 11.30 Uhr ab in den Ebersberger Forst und der Schwerpunkt verlagert sich zum Forsthaus Hubertus. Mit dem Zug lassen sich alle Höhepunkte um das Forsthaus erreichen. Dort präsentiert Dr. Utschig den Seegrasstadel, den viele nur als Steueroase kennen. Hier wurde bis in die 60ger Jahre Seegras im Wald geerntet. Daraus wurden Matratzen hergestellt. Sepp Litzlbeck hat diese Arbeit als junger Mann noch selbst gemacht und führt sie vor. Der Förster Walter Zwirgelmaier widmet sich den Themen Waldwirtschaft und Klimawandel. Die 82jährige Resi Geiger hat als junges Mädchen im Wald gearbeitet und Bäume im Akkord gepflanzt. Sie erzählt von der Arbeit und dem Leben im Wald. Kreisheimatpfleger Sepp Huber bringt seinen selbst hergerichteten Eicher-Bulldog mit, präsentiert alte forstwirtschaftliche Geräte. Außerdem gibt Sepp Einblicke, wie das mit dem Sensen richtig gemacht wird. Peter Kees und Hans Winkler präsentieren ihr neuestes Kunstprojekt, dass das letzte Zitat des bayerischen Königs Ludwig III. aufgreift. Roswitha Hülser, bei den Stadtführungen oft als Hofwirtin oder auch Hexe unterwegs, zeigt verblüffende Zaubereien. Die Kräuterfrau und Schamanin Gabi Adermayer führt durch die Geheimnisse der heilenden und wohlschmeckenden Kräuter ein und zeigt auch den Waldbadeweg, der am Forsthaus beginnt. Im Wald führen Ursel Kunz und Madeleine Oelmann zu den Hügelgräbern, die man gar nicht so leicht findet. An der Hubertuskapelle wartet die langjährige Ebersberger Archivarin Antje Berberich. Sie wird die Geschichten der weißen Frau erzählen.

Auch der geheimnisvolle Brunnen im Forst wird zum Thema: Wer hat wann und warum einen tiefen Brunnen in der Mitte des Forstes gebaut? Kreisheimatpfleger Thomas Warg, Kreisarchivar Bernhard Schäfer und Stadtführer Robert Bauer fassen vor Ort zusammen, was man bisher weiß. In fünfter Generation stellt die Familie Perfler am Forsthaus Diana Holzkohle nach alter Tradition her. Max Perfler gibt Einblicke. Daneben zeigt Kreisheimatpflegerin Dr. Natascha Niemaier-Wasserer das denkmalgeschützte Forsthaus. Hier präsentiert sich auch die Schlossbrauerei Ebersberg der Familie Otter mit Bier und alkoholfreien Getränken. Denn auch das Thema Bier hat viel mit Nachhaltigkeit zu tun, mit dem Kloster und damit mit dem Forst. Hierzu gibt der Stadtführer Wolfgang Oppler Einblicke. Um 15 Uhr verlagert sich der Schauplatz der Darbietungen noch einmal in die Sauschütt. Hier stellt Ursel Kunz die Römerstrasse vor. Und Rudi Schierl, der in der Sauschütt aufgewachsen ist, erzählt zusammen mit seinem 99jährigen Vater Rudolf Schierl, der hier von 1956 bis 1985 als Revierförster tätig war, von seiner Kindheit im Wald. Die musikalische Umrahmung an allen Hauptstationen hat Kreisheimatpfleger Sepp Huber organisiert. Es spielen die „Roaner Blasmusi“, die „Neie Welt“ Zirchmusi und die Jakobneuhartinger Zithermusi. Eingeladen sind alle Gäste auch mit dem Radl zu kommen. In geführten Radtouren werden alle Stationen des Tages angesteuert. Die Teilnahme an allen Veranstaltungen sowie die Fahrt mit dem Zug sind kostenlos. tt

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