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Grafing kann Geschichte neu schreiben 

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Historiker Bernhard Schäfer, Bürgermeister Christian
 Bauer, Bräu Gregor Max Schlederer und der Geschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes
 Walter König.
Mit einer Urkunde „beglückwünscht die Stadt Grafing Wildbräu voller Stolz zum Gründungsjahr anno 1060“. Zur Feierstunde trafen sich (v.li.) Historiker Bernhard Schäfer, Bürgermeister Christian Bauer, Bräu Gregor Max Schlederer und der Geschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes Walter König. © hr

Eine Schenkungsurkunde belegt, dass bereits im Jahr 1060 in Grafing Bier gebraut wurde. Bisher ging man vom Jahr 1536 aus

Grafing – Nur die ehemaligen Klosterbrauereien in Weihenstephan (1040) und Weltenburg (1050) können urkundlich belegen, dass bei ihnen das sogenannte ‚cervesia plena‘, ein an Stammwürze gehaltvolles Herren-Bier, früher gebraut wurde als in Grafing. In einer Schenkungsurkunde anno 1060, die im Bayerischen Hauptstaatsarchiv aufbewahrt wird, ist belegt, dass „der Priester Konrad sein Erbe an das damalige Kloster Ebersberg übertragen wird, wenn er denn all jährlich neben gepökeltem Schweinefleisch, Roggen, Weizen und eben auch jenes ‚cervesia plena‘ aus dem Landgut Grafing erhalten wird“.

Damit, so Bernhard Schäfer, sei konsequenterweise die Existenz einer Braustätte in Grafing nachgewiesen. Somit hat sich auch die Geschichte der Grafinger Brauerei um knapp 500 Jahre verlängert, denn bisher ließ sich nur das Gründungsjahr 1536 urkundlich nachweisen. „Eine Rückdatierung des Gründungsjahres ist eine Seltenheit“, so Walter König, der seit 25 Jahren als Geschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes tätig ist. Nicht ohne Stolz ist Bräu Gregor Max Schlederer ob dieser neuen Erkenntnisse. Sein Fokus gilt dem bayerischen Lebensgefühl und der Tradition, nach der heute das Bier gemäß dem Bayerischen Reinheitsgebot von 1516 gebraut wird. ar

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