Staatspreis für das Brucker Moos: Josef Huber (Baiern), Bürgermeister Josef Schwäbl, Landrat Robert Niedergesäß, Ursula
Mesch (Amt für ländliche Entwicklung, TG Brucker Moor) und Josef Holzmann (Leiter Amt für ländliche Entwicklung Oberbayern)
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Staatspreis für das Brucker Moos: Josef Huber (Baiern), Bürgermeister Josef Schwäbl, Landrat Robert Niedergesäß, Ursula Mesch (Amt für ländliche Entwicklung, TG Brucker Moor) und Josef Holzmann (Leiter Amt für ländliche Entwicklung Oberbayern)

Klimaschutz in Bruck

Staatspreis für das Brucker Moos

Das riesige Moor ist heute eines der wertvollsten Feuchtgebiete Bayerns

Bruck – Er konnte die Kooperation mit den Landwirten nicht stark genug betonen, Brucks Brucker Bürgermeisters Josef Schwäbl (CSU) vergangenen Mittwoch bei der Verleihung des Staatspreis, den die Gemeinden Bruck, Aßling und Baiern für die Flurneuordnung des Brucker Mooses und das damit verbundene „hervorragende Bodenmanagement für Artenvielfalt und Klimaschutz“ erhalten haben. Denn: um das Brucker Moor zu dem zu machen, was es heute ist, mussten zunächst Landwirte Flächen hergeben, im Tausch versteht sich. Es wäre allerdings gar nicht so einfach gewesen, manche davon zu überzeugen, für den Artenschutz Flächen zu tauschen.

Doch Schwäbl, selbst Landwirt und ehemaliger Eigentümer von Flächen im Brucker Moos, der immer ein Herz für die Landwirtschaft hat, war von der Idee überzeugt, das Moor zu renaturieren, schließlich war der Lebensraum für die Tierund Pflanzenarten durch die Entwässerung und Beackerung des Moores immer kleiner geworden. Um den Plan Realität werden zu lassen, musste ein möglichst zusammenhängenden Flächenverband geschaffen werden. Landwirte mussten also Flächen aus dem Moor gegen andere außerhalb des Brucker Moores tauschen, was bei 120 der 220 Hektar Fläche, allerdings nicht zusammenhängend, auch gelungen ist.

„Das ging nur, weil viele Parteien zusammenarbeiteten,“ betonte auch Max Finster von der Unteren Naturschutzbehörde vor Ort, der sich seit 30 Jahren um das Projekt Brucker Moos kümmert und voller Enthusiasmus für den Naturschutz sprach: „Ein intaktes Moor kann bis zu 1,5 Tonnen CO2 pro Hektar und Jahr binden. Das ist sechs mal so viel wie ein intakter Wald bindet.“ Erst ein Umdenken habe das Brucker Moos zu einem der heute bedeutendsten und wertvollsten Feuchtgebiete Bayerns gemacht. Die Landwirte und das Handeln miteinander lobte auch Landrat Robert Niedergesäß (CSU). Nur gemeinsam sei es gelungen, das Brucker Moos über die Landkreisgrenzen hinaus zu einem Paradebeispiel für Renaturierung von Mooren zu machen: „Der Staatspreis ist die Krönung des Projekts“. Es herrschte großer Einklang. Und so hob man denn auch den besonderen Platz unterhalb der Alxinger Kirche hervor. Einer der schönsten Plätze im Landkreis. Kee

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