Modell für möglichen neuen Ortskern in Zorneding
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Eines der Modelle im Wettbewerb

Studienteams entwickeln Zukunftskonzepte für Zorneding

Ortskern Zorneding wird wiederbelebt

Knappes Rennen der Zukunftskonzepte um Erneuerung im alten Ortskern

Zorneding – „Ich verneige mich“, versprach Piet Mayr und beugte sein Haupt in Richtung Hallenboden. Zornedings Bürggermeister wollte damit seine Dankbarkeit gegenüber sechs Studententeams ausdrücken, die zuvor ihre Zukunftskonzepte für das Haus der Vereine in einer Sondersitzung des Gemeinderats präsentiert hatten. Jutta Sirotek (CSU) hatte 2020 die Idee eingebracht, Studenten der Technischen Universität München als Ideengeber für die überfälligen Umbauarbeiten des denkmalgeschützten Gebäudes einzubeziehen.

Dreieinhalb Monate hatten sie für ihre Projektarbeiten aufgewandt. Jeweils gut zehn Minuten dauerten die einzelnen Präsentationen in der gut besuchten Grundschulturnhalle: Neue Baumaterialien, Neubauten in der Nähe, aber vor allem das Wiederbeleben des ehemaligen Ortskerns rund um das frühere Schulhaus standen bei allen im Mittelpunkt. Cafe an der Grandauer Straße, weniger Durchgangsverkehr für Kraftfahrzeuge, Ruhezone für Yoga, Boule oder Schach und einen Brunnen hatten sich die baldigen Architekturabsolventen ausgedacht. In der mittels Modellen dargestellten Theorie waren viele neue Ideen im Spiel, die Einheimische wohl zunächst nicht auf dem Schirm hätten, so Mayr in seiner Laudatio. Und er versprach allen sechs Projektgruppen, die von den später abstimmenden Gemeinderatsmitgliedern reichlich Applaus erhielten, dass sie von der Gemeinde für ihre Arbeit entschädigt würden.

Soll heißen: Nicht nur die ersten drei bekommen eine Prämie... Auf dem Treppchen ganz oben stand schließlich Anna-Maria Brendel, die mit ihrem Entwurf die Abstimmenden am sehr späten Abend am ehesten überzeugt hatte. Von der Gemeinde gab es dafür 1.000 Euro als Siegprämie. Die Zweit- und Drittplazierten durfte sich über 500 respektive 250 Euro Preisgeld freuen. Zudem zeigte sich der beeindruckte Bürgermeister für das entgegengebrachte Engagement erkenntlich, indem allen sechs Projektgruppen je 1.000 Euro zugestanden wurden. Noch ist alles möglich für eine Umsetzung, die Zeit drängt auch angesichts coronageschädigter Gemeindekassen nicht zu sehr. Jedoch wird zukünftig beim und um das Haus der Vereine nicht nur das Modell der Sieger-Studentin in Betracht gezogen, sondern auch die Highlights der übrigen Mitbewerber spielen eine Rolle. Und die Zornedinger dürfen sich auf einen neuen, alten Ortskern freuen. osw

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