Sozialpädagoge der Jugendpflege Forstinning Mathias Weigl
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Mathias Weigl

Soccout-Arena, Fußball-Billard und Kicker

Es herrscht wieder Leben im Culture Club in Forstinning

  • Gerhard Fuhrmann
    VonGerhard Fuhrmann
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Von Jugendlichen für Jugendliche: Es herrscht wieder Leben im Culture Club in Forstinning

Forstinning – Der Culture Club im Untergeschoss des Sportheims des VfB Forstinning war über Jahre der einzige Treffpunkt für die Jugend im Ort. Wer weiter weg wollte, brauchte ein Auto oder die Eltern, die zur S-Bahn oder zu den Locations in den größeren Gemeinden im Umkreis fuhren.
Doch die Kids schafften es, im Keller sich einen Zufluchtsort zu schaffen – mit Bar, Kicker und Disco-Anlage. Manchmal waren auch die Erwachsenen zu Gast und feierten dort Partys. Durch Wasserschaden, Umbauarbeiten und letztlich durch die Pandemie musste der Club geschlossen werden. Doch blieb Mathias Weigl, Sozialpädagoge der Jugendpflege Forstinning, während dieser Zeit nicht untätig. Er und ein kleines Team hielt den Betrieb im Hintergrund aufrecht, erarbeitete Hygienekonzepte und bildete sechs einheimische Jugendliche als Jugendleiter aus, die sich unter anderem um die „brachliegende“ Einrichtung kümmern sollen.

Die strahlt nun wieder im neuen Glanz. In der letzten Woche gab es den ersten „offenen Treff“ am Sportgelände. Zum einen konnten sich 25 Kids auf dem Hartplatz in der Soccout-Arena – ein Mini-Fußballfeld – beim Torwandschießen und im Fußball-Billard austoben. Zur Abkühlung und Meinungsaustausch traf man sich im Keller zur Happy Hour bei alkoholfreien Cocktails, wo ­Mathias Weigl zusammen mit Alexandra Peter, Jugendpflegerin in Anzing, dem Nachwuchs mit Rat und Tat zur Seite stand. Die beiden hatten das „Opening“ organisiert und wurden unterstützt von Lisa-Marie Bötsch, Jugendsprecherin und Grüne Gemeinderätin, die sich verstärkt in die „Culture“-Szene einbringen möchte.
Die kann sich auf jeden Fall im neuen Look sehen lassen. Alles frisch gestrichen, viel Licht, Couch zum Chillen, separates DJ-Pult, ein Kicker und natürlich eine große Bar, die sicherlich der Mittelpunkt der weiteren offenen Treffs spielen wird.
„Wie es weitergehen soll, werden wir mit den Jugendleiter-Team klären“ so Weigl, „die sollen den Club wieder neu beleben“. Er möchte selbst möchte nur beratend zur Seite stehen, denn der Culture Club ist ein Projekt „von Jugendlichen für Jugendliche“. Da kann man nur hoffen, dass der einheimische Nachwuchs das Angebot annimmt. - fu

Quelle: Hallo Falke

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