Arbeitsplatz Rathaus Grafing: Die Stelle im Bürgermeisterbüro ist noch vakant. Foto: ac

Heiler findet keine Referenten

Grafing - Das Aufgabengebiet klingt nicht uninteressant. Dennoch findet Rudolf Heiler, Grafinger Rathauschef, keinen Referenten für sein Bürgermeisterbüro. Gesucht wird mittlerweile seit fast einem Jahr.

Heiler hatte sich von der neuen Stelle Entlastung versprochen. Der Stadtrat gab Ende 2011 in nichtöffentlicher Sitzung grünes Licht. „Stadtverwaltung geht die Luft aus“, hatte die Ebersberger Zeitung seinerzeit getitelt. Sitzungsteilnehmer erinnern sich an eine lebhafte Debatte, in der auch die zahlreichen Nebentätigkeiten des FW-Politikers kritisch thematisiert worden seien. Am Ende habe man aber zugestimmt, weil „Heiler versprochen hat, dass auch seine Mitarbeiter, etwa im Bauamt, entlastet würden“, erinnert sich ein Stadtrat.

Ob die Dienstwagen-Affäre des Bürgermeisters, die monatelang auch in überregionalen Medien für Schlagzeilen gesorgt hatte, mögliche Interessenten abgeschreckt hat? Über diese Frage kann nur spekuliert werden. Fakt ist, dass sich „viele Personen“ (Heiler) beworben hätten, „die allerdings dem Anforderungsprofil, u.a. vor allem Erfahrung im kommunalen Bereich und Kenntnisse in den Aufgabenbereichen Energie, Wirtschaftsförderung, demografische Entwicklung nicht entsprechen“.

Der Markt für „kommunal-klassifiziertes Personal“ sei im Großraum München wie leergefegt“, sagt Heiler auf Anfrage der Ebersberger Zeitung. Zudem sei die Mietmarktlage für Bewerber in Grafing und Umgebung als schwierig zu bezeichnen. „Ungeachtet dessen wurde jetzt Anfang dieses Jahres nochmal ein Versuch gestartet“, begründet der Rathauschef das Stellenangebot auf der Homepage der Kommune.

Michael Acker

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