So könnte es aussehen: Links der Kreisel an der Ottendichler Straße, darüber der Bauhof der Gemeinde an der Dorfstraße. Rechts daneben das geplante Einheimischenbauland und oben rechts das GSD. Die einzelnen Wohnquartiere ragen wie Finger in die Landschaft, dazwischen große Grünflächen. Im Norden und Westen des Wohngebiets, auf unsrem Bild unten, ist ein rund 20 Meter breiter Grünstreifen vorgesehen. Quelle: steidle architekten_grabner + huber

Spektakuläres Projekt bei Vaterstetten

Hier entsteht ein Dorf

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Vaterstetten - Die Gemeinde Vaterstetten plant neuen Wohnraum für rund 1500 Menschen - auch ein Einheimischenmodell ist vorgesehen.

Im Herbst 2016 könnte der erste Spatenstich sein. Mit Hochdruck arbeitet die Gemeinde an dem neuen Baugebiet im Nordwesten von Vaterstetten. Bürgermeister Georg Reitsberger (Freie Wähler) sprach bei der Präsentation der Pläne für die Bevölkerung am Donnerstagabend im katholischen Pfarrheim von 1500 Menschen, die dort einmal leben könnten. Das sind in etwa so viele Einwohner, wie die Landkreisgemeinden Emmering oder Frauenneuharting haben. Es entsteht am Ortsrand von Vaterstetten also ein neues Dorf.

Auf einer Fläche von rund 13 Hektar, das entspricht in etwa 13 Fußballplätzen, sind 450 Wohnungen in meist dreigeschossigen Gebäuden vorgesehen. Dazu kommen noch rund 90 Reihenhäuser, etwa 35 davon im Einheimischenmodell. Dafür können sich Interessenten bei der Gemeinde bereits anmelden. Ein schon erarbeiteter Kriterien-Katalog zur Vergabe der vergünstigten Grundstücke muss noch angepasst werden. Der Preis der Grundstücke soll laut Gemeindebaurätin Brigitte Littke bei rund 60 Prozent des Richtwerts liegen. Die Vergabe ist für den Sommer 2016 vorgesehen. Nach derzeitigen Planung sollen die künftigen Eigentümer ihre Häuser selbst bauen können. Im Gespräch war auch, dass das Projekt einem Bauträger übergeben wird und dann die künftigen Bewohner eine fertige Immobilie kaufen. Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen.

Offen ist auch noch, ob es in der neuen Großsiedlung auch Wohnungen nach dem Genossenschaftsmodell geben wird, deren Mieten je nach dem Einkommen der Mieter gestaffelt werden. Littke sprach von möglichen 25 Wohnungen. Auf Nachfrage erklärte Littke, Interessenten können sich aber schon jetzt im Rathaus melden.

Einigen der rund 120 Zuhörer an diesem Abend war die Bebauung zu dicht. „Das ist ja wie im Zoo“, war einer der Kommentare. Das wies Planer Johann Spengler zurück. „Wir haben hier mehr Luft und Licht als an anderer Stelle.“

Befürchtet wird von Anwohnern eine deutliche Zunahme des Verkehrs in den kleineren Straßen des bestehenden Wohngebiets. Vorgesehen ist im Gesamtprojekt auch eine Erweiterung des GSD-Seniorenwohnparks um rund 100 Plätze sowie der Bau eines Kindergartens mit vier Gruppen. Im Norden des Areals sind zudem Grundstücke für nichtstörendes Gewerbe vorgesehen.

Offene Fragen sollen nun rasch geklärt werden. Das Bebauungsplanverfahren will die Gemeinde bis Sommer 2016 abschließen. Die Zeit drängt. Ein Teil des Areals gehört der Gemeinde. Wie Bürgermeister Reitsberger erklärte, soll der Erlös aus dem Verkauf zur Finanzierung der neuen Schule am Sportzentrum verwendet werden.

Robert Langer

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