Kein seltenes Bild: Die Container der Wertstoffinsel an der Lindenstraße in Pliening sind oft hoffnungslos überfüllt. Nun soll zumindest ein größerer Papiercontainer her. foto: dul

Hinterm Plieninger Rathaus: Diese Wertstoffinsel bleibt

Pliening - Die Container der Wertstoffinsel an der Lindenstraße in Pliening sind oft überfüllt. Dennoch entschied sich der Gemeinderat gegen einen Antrag, den Standort zu schließen. Die Gründe:

Roland Frick (CSU) brachte die Situation nach kontroverser Diskussion auf den Punkt: "Unser Problem ist, dass wir keine Lösung haben", sagte Plienings Zweiter Bürgermeister in der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend. Die Wertstoffinsel in der Lindenstraße hinterm Rathaus wird nicht geschlossen, der entsprechende Antrag der ehemaligen CSU-Gemeinderätin Marita Betz wurde mit 13:2 Stimmen abgelehnt. Die beiden Gegenstimmen kamen von der "Alternative".

Betz klagt in ihrem Antrag, dass gemäß ihrer Beobachtungen die Wertstoffinsel, die für Auswärtige eigentlich nicht leicht zu finden ist, auch von Menschen des Landkreises Erding angefahren werde und so „zur Müllhalde für sämtliche Gebrauchsgegenstände“ geworden sei. Der Containerstandort wirke sich für die Firmen, die in ihrem unmittelbar in der Nähe befindlichen Haus untergebracht sind, geschäftsschädigend aus, so Betz. Die Wertstoffinsel bedeute für sie eine massive Wertminderung ihres Hauses.

Anni Wachinger (CSU) plädierte für die sofortige Schließung "von diesem Schandfleck" und schlug vor, am Wertstoffhof einen Bereich abzutrennen und öffentlich zugänglich zu machen. "Das geht nicht, das haben wir schon geprüft", entgegnete Georg Rittler (CSU). Der Bürgermeister führte weiter aus: „Die Insel an der Lindenstraße können wir nicht einfach schließen.“

Rittler plädierte dafür, an der Lindenstraße einen größeren Papiercontainer aufzustellen, weil es vor allem hier Engpässe gebe. Eine Verlagerung der Müllinsel auf die Wiese gegenüber komme nicht in Frage, "weil wir damit das Problem nicht lösen sondern nur verlagern", so Rittler. Außerdem koste diese Maßnahme relativ viel Geld, weil der Boden befestigt werden müsste.

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