Amtseid: Werner Hintze nach der Wahl.   Foto: lan

Hintze ist jetzt Vize

Zorneding - Das Amt bleibt in der Fraktion: Werner Hintze (SPD) ist jetzt stellvertretender Bürgermeister in Zorneding und damit Nachfolger von Hilde Nuber.

Hintze setzte sich mit zwölf zu acht Stimmen bei einem ungültigen Votum in geheimer Wahl gegen Ursula Roth (FWG) durch. Weitere Kandidaten gab es in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates nicht.

Vorgeschlagen wurde Hintze von der SPD-Gemeinderätin Bianka Poschenrieder, die selbst erst kurz zuvor als Nachrückerin für Nuber als Gemeinderätin vereidigt worden war. „Unsere Fraktion sieht sich in der Pflicht“, betonte Poschenrieder. Hintze könne als Vizebürgermeister seine langjährige Erfahrung und vielfältige Praxis in das Amt einbringen. Er sei seit 20 Jahren ehrenamtlich in der Gemeinde tätig und bringe aus seinem Beruf ausreichend „Managementerfahrungen“ mit. Zudem sei er als Selbständiger zeitlich flexibel.

Zuvor hatte Freien-Fraktionsssprecher Wilhelm Ficker Ursula Roth vorgeschlagen. Sie sei erst seit Mai vergangenen Jahres im Gremium und daher „unvorbelastet“. Der Vizebürgermeister solle nämlich „unumstritten“ sein, betonte Ficker. Als Lehrerin in der Erwachsenenbildung arbeite Roth als Teilzeitkraft und sei zeitlich flexibel. Sie würde als Pöringerin die nördlichen Ortsteile vertreten. Es wäre bei den dortigen Bürgern gerne gesehen, wenn sie gleichwertig eingebunden würden. Und: Es würde der Gemeinde gut zu Gesicht steten, wieder eine Frau zur zweiten Bürgermeisterin zu machen, so Ficker.

Nach den Vorschlägen für die beiden Kandidaten wollte Bürgermeister Piet Mayr (CSU) bereist zur Abstimmung rufen, wurde jedoch aus dem Gremium darauf hingewiesen, er solle doch fragen, ob es noch andere Kandidaten gebe. Es gab jedoch keine weiteren Meldungen. Die CSU hatte keinen Kandidaten benannt, stellt aber aktuell mit Christian Krumpholz den dritten Bürgermeister. Auch Helmut Obermeier (Grüne), dem im Vorfeld Ambitionen nachgesagt worden waren, kandidierte nicht. Er war bereits einmal gegen Nuber unterlegen.

„Die Verletztheiten muss man überwinden“, betonte Nuber in ihrer Abschiedsrede. Sie verlässt das Gremium aus beruflichen Gründen. Die Arbeit im Zornedinger Gemeinderat sei nicht immer harmonisch, aber konstruktiv gewesen, so Nuber. Und ihren Kollegen gab sie einen Rat: Sie sollten sich „keinen Zwängen von außen beugen und immer frei nach ihrem Gewissen entscheiden“.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mehr als Minimalversion: Im Altbau der Schule wird saniert
Umfangreicher als bisher geplant sollen die Renovierungs-Arbeiten am alten Teil der Grund- und Mittelschule Kirchseeon werden. Dazu gab jetzt der Marktgemeinderat Grünes …
Mehr als Minimalversion: Im Altbau der Schule wird saniert
14 Frauen, sechs Männer: Grüne sorgen für Novum in Pliening
Mit geballter Frauenpower geht der neu gegründete Plieninger Ortsverband der Grünen in die Gemeinderatswahl. Und mit einem großen Ziel. 
14 Frauen, sechs Männer: Grüne sorgen für Novum in Pliening
Neues Forum schickt 16 Männer und vier Frauen ins Rennen
Das Neue Forum Pliening hat 16 Männer und vier Frauen für die Gemeinderatswahl 2020 nominiert. Die unabhängige Wählergruppe hat ihr Ziel klar formuliert. 
Neues Forum schickt 16 Männer und vier Frauen ins Rennen
Kulturfeuer Ebersberg 2020 lockt mit tollem Programm
Das Konzept hat sich bewährt: Auch beim Kulturfeuer 2020 in Ebersberg setzt Veranstalter altes kino auf Publikumslieblinge und Geselligkeit.
Kulturfeuer Ebersberg 2020 lockt mit tollem Programm

Kommentare