Melissa zeigt ihre Arbeit auf dem Laptop. Mit ihrer Analyse beeindruckte sie die Experten an der TU München und belegte den zweiten Platz der Schülerkonferenz. foto: sro

Höhenflug mit Auszeichnung

Vaterstetten - Die 17-jährige Humboldt-Gymnasiastin Melissa Lantelme aus Vaterstetten hat Experten an der TU München mit ihrer Seminararbeit beeindruckt. Lesen Sie, worüber die Schülerin referierte.

„Ich liebe Fliegen“, erzählt Melissa Lantelme (17) begeistert. Zwar saß sie noch nie im Pilotensitz. Aber die Luftfahrt hat es ihr angetan.

Zumindest theoretisch kann sie schon einiges in diesem Fachbreich vorweisen. Auf der zehnten Schülerkonferenz der School of Education der Technischen Universität München wurde die Schülerin des Humboldt-Gymnasiums Vaterstetten mit einem zweiten Platz für ihre Seminararbeit ausgezeichnet.

Die Arbeit befasste sich mit einer „Analyse des Flugverhaltens in verschiedenen Flughöhen bei Passagierflugzeugen am Beispiel des A 380“. „Ich fand das Thema sehr spannend“, erzählt die 17-Jährige. Zunächst gehe es um die Frage, wie Flugzeuge überhaupt fliegen können. Doch die Seminararbeit war dann doch um einiges komplizierter.

„Ich habe mich schon gefragt, ob ich das schaffe. Aber dann dachte ich mir: Das kriegst du schon hin.“ Und schließlich konnte sie genau berechnen, in welchen Höhen das Flugzeug wie viel Sprit verbraucht, wie der Luftwiderstand ist, ab welchem Zeitpunkt die Maschinen zum Landeanflug ansetzen muss, um mit dem verbleibenden Kerosin noch sicher unter anzukommen.

Die Jury an der TU München war beeindruckt von ihrem Vermögen, komplexe Sachverhalte durch praxisnahe Beispiele auch für Fachfremde gut zu erklären. Die Experten lobten die ausführliche Recherche und die dabei notwendige Hartnäckigkeit sowie die sorgfältige Ausarbeitung der Rechenergebnisse.

Und dann war da noch die Präsentation in München mit Beamer und Powerpoint. „Ich war schon etwas nervös“ gesteht Melissa Lantelme ein. „Das war ein großer Hörsaal, da saßen die ganzen Professoren und die vielen anderen Leute.“ Aber alle seien sehr nett gewesen. „Sie haben mir erklärte, wie das mit dem Mikrophon funktioniert.“ Nach ein paar Minuten habe sie sich richtig wohl gefühlt. „Das war echt cool, da zu stehen.“ Alle seien ganz still gewesen und hätten ihr zugehört.

Die Schülerkonferenz fand am Stammgelände der Technische Universität München in der Arcisstraße statt. Schülerinnen und Schüler bayerischer Gymnasien und von Fach- und Berufsoberschulen präsentierten ihre Seminararbeiten in einem 15- bis 20-minütigen Vortrag einer interessierten Öffentlichkeit und einer Jury aus Mitarbeitern der TUM.

Die Schülerkonferenz versteht sich als eine wissenschaftliche Konferenz mit Schwerpunkt auf den so genannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Biologie, Chemie, Technik) und Geographie. Ausgewählt und prämiert werden die von den Schulen vorgeschlagenen Vorträge von der Jury, die aus Wissenschaftlern und Studierenden der TU München besteht.

Der wissenschaftliche Nachwuchs hatte die Gelegenheit, die eigenen Arbeiten öffentlich zu präsentieren, sich untereinander und mit Wissenschaftlern auszutauschen und erste Kontakte für das Studium zu knüpfen.

Für Melissa Lantelme ist klar, sie will etwas technisches studieren: Maschinenbau mit der Spezialisierung Luft- und Raumfahrttechnik beispielsweise. Vorstellen könnte sie sich auch einen Studiengang im Berreich „erneuerbare Technologien“.

Zuvor aber steht heuer noch die Abiturprüfung auf dem Programm. „Meine Noten passen“, sagt die 17-Jährige. „Aber die Nervosität steigt trotzdem.“

Von Robert Langer

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