Einer der größten Arbeitgeber in der Gemeinde Kirchseeon: Das Bauunternehmen Hönninger. Foto: S. rossmann

Bauunternehmen darf strahlen

Kirchseeon - Das Bauunternehmen Hönninger ist eine feste Größe unter den Kirchseeoner Gewerbebetrieben. Jetzt wird sein Betonteilefertigungswerk in Eglharting erweitert - um eine Sandstrahlhalle.

In seiner jüngsten Sitzung gab das Kirchseeoner Ratsgremium dem im Dezember ins Rathaus geschickten Bauantrag seine Zustimmung.

Einstimmig wurde dem Erweiterungsbau an der Nordwestecke der bestehenden großen Halle zugestimmt, in der Betonteile für Industriebauten, Verwaltungs- und Bürogebäude, Schulen, Krankenhäuser und Wohnhäuser gefertigt werden. Unter anderem setzt Hönninger auch Projekte für den Münchner Autobauer BMW um.

Die deutliche Zustimmung liegt zum einen wohl daran, dass der rund zehn auf zehn Meter große Anbau gegenüber den Dimensionen des bestehenden Teilefertigungswerks eher bescheiden ist. Bürgermeister Udo Ockel (CSU) nannte ihn vergleichsweise „winzig“. Zum anderen aber sicherlich auch, weil Hönninger einer der größten Arbeitgeber in der Marktgemeinde ist - zumindest wohl flächenmäßig - aber eben nicht nur.

Deshalb war es in der Sitzung wohl auch kein Problem, weiteren Wünschen der Firma entgegenzukommen, die in der Vergangenheit begründet liegen, aber grundsätzlicher Natur sind. Nach den Schilderungen des Bürgermeisters hat es nämlich auch eine Zeit gegeben, in der man nicht wusste, ob das Werk auf dem rund 50 000 Quadratmeter großen Areal nordöstlich der Eglhartinger Siriusstraße und südlich der Bahnlinie sehr lange Bestand haben würde. Der Bebauungsplan wurde damals schon für eine Nachfolgenutzung geändert, das Areal dabei parzelliert und Verkehrsflächen sowie Fuß- und Radwege und Straßenbegleitgrün festgesetzt.

Die damalige Planung ist längst obsolet, aber eben immer noch ein umständliches baurechtliches Hindernis, wenn es um Änderungen auf dem Betriebsgelände geht. Das war die Motivation, dem Unternehmen neben dem Baurecht für die Sandstrahlhalle auch gleich ein flexibleres Baurecht für die Zukunft zu verschaffen. Genauso einstimmig erteilte deshalb der Gemeinderat Befreiungen von Festsetzungen zur Bauweise, den Baugrenzen, Verkehrsflächen und grünordnerischen Maßgaben, auch weil man sich so eine aufwändige Änderung des Bebauungsplans erspart. Denn mindestens seit 2013 ist man sich sicher, dass Hönninger in Kirchseeon bleiben wird. Damals nämlich verlegte das 1947 gegründete Bauunternehmen, das mehrere hundert Mitarbeiter beschäftigt, seinen Firmensitz in ein neues dreigeschossiges, 65 Meter langes, 13 Meter breites und zwölf Meter hohes Verwaltungsgebäude an die Eglhartinger Siriusstraße, weil es ihm an der Machtlfinger Straße im Münchner Süden zu eng geworden war.

Eberhard Rienth

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