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Schlagersängerin "Romy" ist Stammgast beim Kehraus in Hohenlinden. Der fällt heuer aber aus.

Risiko ist Veranstalterin zu groß

Wegen Flüchtlingskrise: Kehraus in Hohenlinden fällt aus

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Hohenlinden - Johanna Seitz möchte kein Risiko eingehen: Sie hat sich kurzfristig dazu entschlossen, den beliebten Kehraus am Faschingsdienstag in Hohenlinden für heuer abzusagen. Grund: "Die derzeitige allgemeine Flüchtlingssituation."

Johanna Seitz, die den Kehraus privat veranstaltet, hat die Faschingsfeier abgesagt.

Johanna Seitz druckst nicht lange herum: „Wegen der derzeitigen allgemeinen Flüchtlingssituation kann ich als Privatveranstalter weder die Haftung übernehmen noch die Sicherheit gewährleisten.“ Deshalb habe sie sich entschlossen, ihren weit über die Grenzen Hohenlindens hinaus beliebten Kehraus an Faschingsdienstag abzusagen. Das Risiko, in Zeiten wie diesen als Privatperson eine öffentliche Veranstaltung durchzuführen, sei ihr zu hoch. „Man kann nichts ausschließen“, sagt die 52-Jährige. Damit meint sie insbesondere Personen- und/oder Sachschäden, die von Besuchern mutwillig angerichtet werden. „So etwas ist durch die Veranstaltungshaftpflichtversicherung, die ich immer für den Kehraus abschließe, nicht abgedeckt.“ Wenn ein Gast einmal etwas kaputt machen sollte, würde normalerweise dessen private Haftpflicht für den Schaden aufkommen. Handelt es sich beim Verursacher um einen Asylbewerber, könne es sein, dass dieser gar nicht versichert wäre. Dann, so Seitz weiter, würde der Schaden an ihr hängenbleiben.

Besucher reisen sogar aus Niederbayern an

Weil zum Kehraus, bei dem regelmäßig die Schlagersängerin „Romy“ auftritt, Besucher nicht nur aus dem Kreis Ebersberg, sondern auch aus München, Erding und Niederbayern anreisen würden, „hat man es nicht mehr in der Hand, wer alles kommt“. Es könnten eben auch Asylbewerber von irgendwoher darunter sein.

Elf Jahre hat Johanna Seitz den Kehraus unter dem Motto „Feiern in Hohenlinden – für Hohenlinden“ privat organisiert. Zusammen mit ihrer Familie, mit Freunden, Bekannten und Nachbarn („da helfen immer gut 30 Personen mit“) hat sie auf ihrem und auf dem Nachbargrundstück ein Partyzelt aufgestellt und die Gäste – bis zu 200 – bewirtet. Für die Sicherheit war einzig und allein die Familie verantwortlich. Der Reinerlös (6420 Euro gesamt) wurde an verschiedene soziale Einrichtungen gespendet.

Privates Risiko sei zu groß

Als ein Versicherungsfachmann ihr vor Kurzem geraten habe, das Fest auf eigenes, privates Risiko aufgrund der aktuellen Lage lieber nicht durchzuführen, habe sie sich für die Absage entschieden, erzählt Seitz. „Es wäre leichter und ganz was anderes, wenn ein Verein als Veranstalter dahinterstehen würde.“ Ob nächstes Jahr wieder ein Kehraus stattfindet, stehe noch nicht fest.

Armin Rösl

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