Buchautorin Saskia Stanner (24)
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Buchautorin Saskia Stanner (24) zu Gast in den EZ-Redaktionsräumen.

Saskia Stanner aus Hohenlinden

Erst 24, und schon Autorin von sechs Fantasy-Romanen

  • vonJörg Domke
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Hohenlinden – Wer seinen Bachelor in Medien- und Politikwissenschaften in Regensburg schon mit Erfolg absolviert hat, wer noch heuer in Erfurt den Master in globaler Kommunikation machen will, wer noch heuer beim ZDF in Mainz ein Praktikum absolvieren will und wer sich obendrein noch stark im weit entfernten Hohenlinden in seiner katholischen Gemeinde engagiert und gerade eben auch noch sein sechstes Buch auf den Markt gebracht hat, dem dürfte das Wort Stress kein Fremdwort sein.

Saskia Stanner aber wirkt ganz und gar nicht gestresst in diesen Tagen. Ganz im Gegenteil: Buch Nummer sieben ist schon im Lektorat. Und wird in absehbarer Zeit, sicher noch heuer, ebenfalls erscheinen. Das jedenfalls berichtet die junge Hohenlindenerin bei einem Besuch in der EZ-Redaktion.

„Ein Pfad aus Eis und Liebe“ heißt das jüngste Werk. Und im Untertitel „Rückkehr nach Frystandra I“. Wieder ein Fantasy-Roman nach den seit 2016 fünf vorangegangenen Bänden der 24-Jährigen.

Erstmals eine Veröffentlichung im Eigenverlag

Der Unterschied diesmal: Erstmals hat sich Saskia Stanner dazu entschlossen, eine Arbeit im Eigenverlag drucken zu lassen. Bedeutet: Die Autorin macht alles selber, ist der eigene Korrektor, Lektor und Cover-Designer, wenngleich es Freunde gab, die unterstützend mithalfen. Anders als bei gewöhnlichen Buchdrucken passiert hier Folgendes: Ein neues Exemplar des Taschenbuchs, das seit genau einem Monat zu kaufen gibt, wird erst gedruckt, wenn eine Bestellung vorliegt. „Print on demand“ heißt das im Fachjargon. Der große Vorteil für die Autoren: Sie müssen nicht wirklich in große finanzielle Vorleistung treten. Ihr Risiko ist überschaubar.

Das neue Buch aber, so erzählt die junge Frau, unterscheide sich auch sonst von den anderen, vorangegangen Arbeiten. Früher, erzählt sie, habe sie geschrieben ohne am Anfang zu wissen, wie die Story enden solle. Inzwischen habe sie nach eigenen Worten eingesehen, dass es besser sei, vorher ein Kapitelschema zu haben. Und dass zügiges Schreiben ohne lange Pausen Vorteile habe.

Das war beim neuesten Werk nicht so. Eine befreundete Lektorin hatte der Hohenlindenerin dann auch den Tipp gegeben, doch noch mal neu zu starten, als sie bemerkte, dass bei Saskia irgendwie der rote Faden verloren gegangen sein musste. „Sie hatte recht“, bestätigt die Hohenlindenerin selbstkritisch.

Auf ihrer Homepage www.saskia-stanner.de gibt sie weitere Einblicke und liefert dort auch Hintergrundinformationen. Auch Leseproben zu den anderen fünf Büchern kann man anklicken.

Weitere Einblicke auf der eigenen Homepage

Bis vor einigen Tagen war Saskia Stanner noch an ihrem Studienort Erfurt, um dort eine Klausur zu schreiben. Theoretisch, berichtet sie, sei das gar nicht erforderlich. Auch im Uni-Bereich ist Homeschooling gang und gäbe. Viel Zeit verbrachte die Master-Absolventin daher zuletzt nicht in der Hauptstadt Thüringens, sondern daheim in Hohenlinden. So kam es auch, dass sie sich ziemlich weit einbringen konnte in das noch immer laufende Online-Gottesdienstprojekt von Pfarrer Christoph Stürzer im Pfarrverband Tading. Jeden Sonntag und Feiertag werden, wie schon berichtet, Gottesdienste mit der Kamera aufgenommen und übertragen. Und Saskias Name taucht dabei immer wieder im Abspann als die Zuständige für den liturgischen Dienst auf. „Das ist das, was normal die Ministranten machen“, berichtet Saskia. Und fügt an, dass das Lesen von Bibeltexten vor einer Kamera in einer oft gänzlich leeren Kirche schon etwas ganz Anderes sei als in einem herkömmlichen Gottesdienst, den es wegen Corona schon seit gut einem Jahr nicht mehr gebe.

Die Pandemie hat viel verändert in ihrem Leben. Und Saskia nicht nur neue Erfahrungen als Akteurin bei Online-Gottesdiensten beschert, sondern auch das Studieren daheim, auch wenn die Uni ein paar Hundert Kilometer entfernt ist. Aber, so mahnt sie, man solle nicht glauben, dass Studieren daheim ausschließlich eine bequeme Sache sei. „Homeschooling erfordert viel mehr Aufmerksamkeit, weil die Gefahr groß ist, schnell abzuschweifen mit seinen eigenen Gedanken“, erzählt die junge Frau.

Nebenbei Akteurin in Online-Gottesdiensten

Ihr berufliches Ziel hat sie jedenfalls fest im Auge: Eine Fernsehredaktion soll es mal werden. Bei ihrem Ehrgeiz muss das wahrlich keine Fantasy bleiben.

Hintergrund

Die Autorin ist im Internet unter www.saskia-stanner.de zu finden.

Das neue Buch (Preis: zehn Euro) ist erschienen und kann online oder im Handel bestellt werden unter ISBN 9 783752 621563.

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