Computer-Virus

„Locky“ legt Firma lahm

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„Locky“ klingt ziemlich harmlos. Aber was daherkommt wie der Name für eine Damenfrisur kann glatt eine ganze Firmensoftware in Wellen legen.

Locky“ klingt ziemlich harmlos. Aber was daherkommt wie der Name für eine Damenfrisur kann glatt eine ganze Firmensoftware in Wellen legen. Unter den Opfern dieser neuen, kriminellen Machenschaften: Eine große Firma aus Hohenlinden. Der Computervirus namens „Locky“ hat ihre Daten verschlüsselt. „Das ist der erste Fall in unserem Einzugsbereich“, sagt Günter Beck vom Polizeipräsidium Oberbayern Nord.

„Locky“ ist einer der aggressivsten Verschlüsselungstrojaner, die je konstruiert wurden. Meistens steckt der Virus in einer E-Mail, die angeblich Bewerbungsunterlagen oder eine Rechnung enthält. So war es auch in diesem Fall.

 „Angehängt an die E-Mail war eine Zip-Datei“, so Beck. Die enthielt in ähnlich gelagerten Fällen immer eine Lösegeldforderung. „Fachleute werden diese Datei noch genauer untersuchen“, so die Kripo. „Möglicherweise werden wir dazu zwei oder drei Spezialisten brauchen.“

Auch ohne Lösegeldforderung ist ein hoher Schaden entstanden

 „Locky“ gehört zu der Kategorie der „Ransom-Software“. „Ransom“ ist Englisch und heißt „Lösegeld“, womit auch die Motivation der kriminellen Programmierer ausreichend deutlich wird. Aber auch ohne Lösegeldforderung ist der Firma bereits ein hoher Schaden entstanden.

 „Der Wiederbeschaffungswert wird auf 30 000 Euro geschätzt“, sagt Beck. „Den Personalausfall noch gar nicht mit eingerechnet.“ Denn am Tag der Infektion ging gar nichts mehr. Die Mitarbeiter mussten nach Hause geschickt werden. In ähnlich gelagerten Fällen zahlten betroffene Firmen in Deutschland Lösegeld und bekamen ihre Daten trotzdem nicht zurück. Die Ermittler warnen davor, Zip- oder auch Word-Dateien unbekannten Ursprungs zu öffnen.

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