Wir haben die Konzepte für die überfällige Veränderung der Gesellschaft“: Christoph Lochmüller.
+
Wir haben die Konzepte für die überfällige Veränderung der Gesellschaft“: Christoph Lochmüller.

Er will die Republik verändern

Hohenlindener (54) soll für die Grünen in den Bundestag

Christoph Lochmüller heißt der neue Bundestagskandidat von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestagswahlkreis 213, Ebersberg-Erding. Der 54-Jährige wurde in Vaterstetten nominiert.

Vaterstetten – Der Hohenlindener setzte sich am Wochenenden bei der Aufstellungsversammlung seiner Partei in Vaterstetten gegen Maria Feckl, Ami Lanzinger, Jonas Lorenz, Gunter Schmidt und Andreas Wichmann durch. Im dritten Wahlgang erreichte der 54-Jährige die absolute Mehrheit.

„Wir verändern diese Republik“

Von den 81 anwesenden wahlberechtigten Parteimitgliedern hatten ihm – in der Stichwahl gegen Maria Feckl – 53 ihre Stimme gegeben. Feckl erhielt 24 Stimmen, zwei stimmten mit Nein, weitere zwei enthielten sich. Voller Freude nahm Lochmüller die Wahl an. „Wir verändern diese Republik,“ lautete sogleich sein spontan entschlossenes Statement. „Wir können bundesweit die stärkste Kraft werden.“

Der Unternehmer, Geschäftsführer einer Aufzugsfirma , studierter Maschinenbauer und Biolandwirt steht nach eigenen Worten für klimafreundliche, faire und gerechte Politik. „Seit Jahrzehnten bin ich ein überzeugter Grüner und stolz darauf, dass das Unternehmen, das ich leite inzwischen klimaneutral ist.“ Mit diesen Worten stellte sich der glücklich verheiratete Vater dreier Kinder den Kreisverbänden Ebersberg und Erding zur Wahl. „Das Waldsterben, Tschernobyl, Wackersdorf und die Exxon Valdez Ölpest waren die aufrüttelnden Ereignisse, die bereits in meiner Jugend meine grünen Grundüberzeugungen geprägt haben“. Anders als in der CSU gelte es zu gestalten und nicht den Themen hinterher zu hecheln. „Wir haben die Alternativen und den besseren Gesellschaftsentwurf, der bessere Chancen und mehr Fairness für alle bietet. Wir haben die Konzepte für die überfällige Veränderung und die Aussöhnung der Gesellschaft.“

Immer wieder Zwischenapplaus

Immer wieder bekam er schon während seiner siebenminütigen Vorstellungsrede Zwischenapplaus. Etwa wenn er über nachhaltige Lebensmittel, Photovoltaik oder Windenergie sprach. Die Veränderung der Gesellschaft sieht er als wesentliche Aufgabe der Politik. Nachhaltigkeit, Geschlechtergerechtigkeit und die Förderung des Gemeinwohls sind ihm dabei zentral. Menschen müsse man zum Handeln, zum Umsetzen bewegen, regenerative Energie viel stärker nutzen und unabhängig von Geschlecht, Sexualität, Hautfarbe oder Kultur anderen Respekt und Wertschätzung gegenüberbringen.

Auch zur lokalen Politik äußerte sich Lochmüller: die Isentalautobahn sei völliger Quatsch. Inzwischen stehe man sogar länger im Stau als früher. Neue Verkehrswege dieser Art seien unsinnig, man müsse ganz grundsätzlich über eine neue Verkehrspolitik nachdenken. Auch wenn seine Wahl nicht überraschend kam, so war der fast dreistündige Nachmittag in der luftigen Halle in Vater-stetten spannend, denn auch seine Mitbewerber äußerten interessante Visionen.

Mit Christoph Lochmüller steht nun einer an der Spitze, der, so die Mitglieder, für eine offene, solidarische und gerechte Gesellschaft eintritt.  

pke

Auch interessant

Kommentare