Ein Blick in den Ortsteil Altstockach: Zurzeit denkt die Gemeinde darüber nach, hier zwei eigene Grundstücke für sich zu verwerten und dort ggf. gemeindeeigene Mietwohnungen zu errichten. Entschieden ist noch nichts.
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Ein Blick in den Ortsteil Altstockach: Zurzeit denkt die Gemeinde darüber nach, hier zwei eigene Grundstücke für sich zu verwerten und dort ggf. gemeindeeigene Mietwohnungen zu errichten. Entschieden ist noch nichts.

Baugebiet im Fokus

Hohenlinden denkt über eigenes Mietwohnungsbauprojekt nach

  • vonJörg Domke
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Eine Vision könnte wahr werden. Die Gemeinde Hohenlinden denkt über eigenen Mietwohnungsbau nach. Sogar ein Standort wurde schon debattiert.

Hohenlinden – Schon vor einigen Monaten hatte die Gemeinde Hohenlinden erste Weichen gestellt zur Erweiterung des Angebots bei der örtlichen Kinderbetreuung. Ins Spiel gekommen war dabei der mögliche Bau einer entsprechenden Einrichtung neben Pfarrhaus und Schule. Erneut ging es im Gemeinderat dieser Tage um genau diesen Standort, der sich unterdessen in einer gewissen Favoritenrolle befinden dürfte. Der Handlungsbedarf sei unstrittig, betonte die Verwaltung, der Bedarf an Plätzen steige schließlich stetig. Das besagte Grundstück gehört der katholischen Kirche. Und die sei, so Bürgermeister Maurer, im Grundsatz nicht abgeneigt, hier zusammen mit der politischen Gemeinde eine für alle gangbare Lösung zu finden. Auch ein Grundstückstausch könne in Erwägung gezogen werden, hieß es jetzt. Nicht ganz unproblematisch erscheint im Moment lediglich die Frage, wie man die Stellplatzsituation in den Griff bekommen will.

Im Rat ging es aber diesmal noch um weitere kommunale Vorhaben. Im Zuge einer Vorstellung eines Entwurfs für einen geänderten Bebauungsplan für Altstockach-Ost brachte Maurer eine Idee ins Spiel, die bislang eher den Charakter einer Vision hatte. Die Rede war und ist davon, als Kommune erneut Bauherr zu werden und ggf. in Altstockach Mietwohnungen zu bauen und sie als Gemeinde auch zu vermieten. Ähnlich, wie man das aus dem Otto-von-Scheyern-Weg in Forstinning kennt. Im Plangebiet gehören der Gemeinde nämlich zwei Grundstücke. Statt sie auf dem freien Markt zu veräußern, könne man auch über eine eigene Nutzung nachdenken, so der aktuelle Grundgedanke. Dringlich sei das Ganze aber nicht, hieß es zudem. Im Plenum fanden sich schnell Befürworter wie Judith Ortenburger (SPD) oder Johannes Rumpfinger (Grüne). Josef Neumeier (Bürgerliche) warb dafür, besser auf neue Neubaugebiete zu setzen. Seine Sorge: Neue Mietwohnungen könnten auch von Nicht-Hohenlindenern bewohnt werden.

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