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Planungen für eine andere Nutzung gibt es für das Gelände, auf dem sich der Steutzger-Wirt befindet. 

Es geht um sozialen Wohnungsbau in Hohenlinden

Neue Pläne für den Steutzger-Wirt

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Es war lange Zeit die Traditionsgaststätte in Hohenlinden: der Steutzger-Wirt. Jetzt gibt es neue Pläne für das Grundstück.

Hohenlinden – Dass sie einmal Wirtin wurde, war eine Glanzleistung der Politik, wenn man so will. Weil die alte Chefin vom traditionsreichen Hohenlindener Steutzger-Gasthaus in den 1960er Jahren gestorben war, es keinen Nachfolger gab und Theresia Stanner damals dort in der Küche schaffte, bettelten der damalige Ebersberger Landrat und der Bürgermeister von Hohenlinden, sie möge doch das Wirtshaus weiterführen. Der „Steutzger“ war schließlich mehr als ein Wirtshaus. Er war ein Bürgerhaus, ein Ort, an dem politisches und kulturelles Leben stattfand, meinten die Politiker damals. Resi Stanner sagte zu. Gemeinsam mit ihrem Mann Josef wollte sie „fünf Jahre machen“. Doch es gefiel ihr, es wurde ihr Leben.

Institution im Landkreis

Auch nach dem Tod ihres Mannes 1985 machte sie weiter. Ihr Sohn, der einzige, half immer wieder als gelernter Koch aus. Der Steutzger-Wirt wurde zur Institution im Landkreis, auch kulinarisch.

Tage des Wirtshauses gezählt

30 Jahre führte die Resi das Wildbräu-Wirtshaus in der Hauptstraße 45. Zurzeit wird die Gastronomie von Asiaten betrieben. Und das nicht schlecht, wie selbst die urteilen, denen bayerischer Schweinsbraten gewöhnlich mehr zusagt als Ente süßsauer. Und dennoch sind die Tage des Wirtshauses wohl gezählt. Spätestens, seit im Gemeinderat hier und da darüber gesprochen wird, das Gebäude komplett zu entfernen und stattdessen Wohnungsbau zu ermöglichen.

Der Rat befasste sich nun wieder mal mit dem Thema Steutzger. Dazu wurde beschlossen, einen älteren Aufstellungsbeschluss für eine Einbeziehungssatzung wieder aufzuheben.

Sozialer Wohnungsbau

Neu entschied das Plenum, einen sogenannten vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufzustellen mit dem Ziel, hier sozialen Wohnungsbau möglich zu machen. So hatte es die Grafinger Brauerei Wildbräu schon mal vor geraumer Zeit angedacht.

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Die Verwaltung wurde nun beauftragt, ein entsprechendes Verfahren durchzuführen. Die Kosten wird der Antragsteller, also die Brauerei, tragen. Der Bebauungsplanentwurf wird dann dem Plenum zur Billigung vorgelegt.

Besonderheit bei dem Vorhaben: Das Areal rund um den Steutzger hat eine gewisse Hochwasserproblematik, das Grundstück liegt zumindest zum Teil in einem faktischen Überschwemmungsgebiet. Im Rat hieß es aber auch, dass es bereits gemeinsame Gespräche mit dem Grundstückseigentümer, seinem Planer, dem Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum und dem Büro Sehlhoff sowie der Verwaltung gegeben habe, bei dem über ein Konzept gesprochen worden sei, das dem Hochwasserproblem standhalte.

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