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Seit Jahresanfang ruht der Betrieb in der Hohenlindener Sauschütt. Bis auf Weiteres wird das auch so bleiben. Nun soll erst ein neues Gesamtkonzept erstellt werden, sagen die Bayerischen Staatsforsten. Ihnen gehört das Haus.

Nach 36 Jahren Zusammenarbeit

Hohenlindener Sauschütt: Waldgaststätte und Wildbräu gehen getrennte Wege

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Die beliebte Waldgaststätte Sauschütt bleibt vorläufig geschlossen. Nun wird ein neues Konzept gesucht. 

Hohenlinden – Lange und mehrfach hat man sich hinter den Kulissen um einen Fortbestand des Betriebs in der Waldgaststätte Hohenlindener Sauschütt bemüht. Insbesondere, nachdem die Wirtsleute im vergangenen Jahr signalisiert hatten, zum Ende des Jahres den zehn Jahre laufenden Vertrag nicht mehr verlängern zu wollen.

Nun ist raus: Einen nahezu reibungslosen Übergang auf einen neuen Pächter wird es nicht geben. Gestern gaben die Bayerischen Staatsforsten, denen das Gebäude gehört, und die Grafinger Brauerei Wildbräu, die seit Jahrzehnten das Anwesen gepachtet hat, eine gemeinsame Presseerklärung heraus. Darin heißt es u. a.: „Seit längerer Zeit wird über die Zukunft der Waldgaststätte Hohenlindener Sauschütt spekuliert. Die langjährigen Wirtsleute haben den Gaststättenbetrieb zum 31. Dezember 2019 eingestellt. Zum selben Zeitpunkt endet auch das langfristige Pachtverhältnis zwischen der Brauerei Wildbräu Grafing und den Bayerischen Staatsforsten.“ Damit könne nunmehr über die komplette Neuausrichtung der Waldgaststätte beraten werden.

Wildbräu zieht sie aus dem Betrieb der Sauschütt zurück

Die Brauerei Wildbräu begleitet, so heißt es ferner, die von den Bayerischen Staatsforsten in Angriff genommene Neuausrichtung positiv und zieht sich aktuell aus dem Betrieb der Sauschütt zurück.

Dies ermögliche nun eine Neuausrichtung des beliebten Ausflugsziels, das die Bayerischen Staatsforsten nach Worten ihres Leiters der Wasserburger Dienststelle, Heinz Utschig, erhalten wollen. Utschig gestern am EZ-Telefon: „Jetzt gilt es, für den Forstbetrieb ein zukunftsfähiges Konzept für die Waldgaststätte Hohenlindener Sauschütt zu entwickeln.“

Wie genau das ausschauen kann, dazu sei es jetzt noch zu früh, so Utschig. Der Gebäudezustand sei nicht so gut, dass es ohne bauliche Eingriffe hätte weitergehen können. Zum Beispiel seien die Fliesen in der Küche zu erneuern. Außerdem sei vieles räumlich sehr beengt. Die Zusammenarbeit mit Wildbräu habe man nun erst einmal beendet. Ob man bei einer Neuausrichtung nochmals zusammenkommen werde, sei offen. In jedem Fall aber nicht ausgeschlossen.

Gaststätte seit 1956 betrieben

Die Gaststätte wurde seit 1956 in dem charakteristischen Gebäude betrieben. Seit 1984 war die Gaststätte an die Brauerei Wildbräu verpachtet. Mit viel Herzblut sorgte bereits der 2015 verstorbene Bräu von Grafing, Max Josef Schlederer, dafür, dass der Betrieb trotz Konjunkturflauten, Wirtswechsel, verregneten Sommern und anderen Unannehmlichkeiten dauerhaft aufrechterhalten blieb.

Der junge Bräu von Grafing, Gregor Max Schlederer (29), äußert sich in der gestrigen Mitteilung wörtlich so: „Mit der Sauschütt bin ich groß geworden. Dass die Wildbräu-Tradition dort nun endet, fällt uns allen schwer.“

„Mit dem Rückzug der Brauerei Wildbräu endet eine Ära.“

Heinz Utschig, Leiter des zuständigen Forstbetriebs Wasserburg, bedankt sich ausdrücklich bei der Brauerei Wildbräu und der Familie Schlederer für ihr 36-jähriges Engagement: „Mit dem Rückzug der Brauerei Wildbräu endet eine Ära.“

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