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Rudi Perfler, Förster und Gemeinderat, ist Freitag überraschend gestorben. 

Nachruf

Gemeinderat Rudi Perfler stirbt unerwartet im Alter von 50 Jahren

Hohenlinden - Diese Nachricht hat viele in Hohenlinden geschockt. Der Förster, Jäger und Gemeinderat Rudi Perfler ist plötzlich und unerwartet gestorben. Er wurde nur 50 Jahre alt.

Es gibt Nachrichten, von denen man sich wünscht, sie würden nicht wirklich existieren. Eine solche Nachricht erreichte am Freitag in den Mittagsstunden das Rathaus Hohenlinden. CSU-Ratsherr Rudi Perfler ist tot. Der dreifache Familienvater und Ehemann verstarb plötzlich und unerwartet am Vormittag daheim in Altmühlhausen. Es sei, heißt es, noch ein Notarzt im Einsatz gewesen. Für Perfler aber kam jede Hilfe zu spät. Er wurde lediglich 50 Jahre alt.

Es war das manchmal schelmisch wirkende Lächeln, das so etwas wie das besondere Markenzeichen von Perfler wurde. Akkurat hatte er seine Unterlagen auf dem Tisch im Sitzungssaal platziert. So wurde für jeden auch äußerlich gleich sichtbar: Hier sitzt jemand, der sich optimal vorbereitet hat. Der sich Gedanken gemacht hat, was gut sein könnte für den Ort und was nicht. Jemand, der seine Akten gelesen hatte.

Es war diese ruhige, kontrollierte und besonnene Art, die ihm die ungeteilte Sympathie seiner Kollegen einbrachte. Nicht nur im Rat der Gemeinde, sondern auch beruflich. Der Ebersberger Forst war sein Revier, das Forstamt Ebersberg sein Arbeitgeber. Ging es um den Borkenkäfer, um Waldschäden durch Stürme, um Verbissgutachten, um die Schulung von Forst- und Waldarbeitern: Perfler war der, an dem sich alle orientierten. Sein Fachwissen war anerkannt von allen. Mehrfach auch stand er der EZ Rede und Antwort, wenn es um den Forst ging. Mehrere Wald-Reportagen, auch überregional publiziert, waren nur dank seines Mitwirkens möglich geworden.

Seine geliebte Dachsbracke, die immer dabei war, auch im Büro, heißt Reserl. Bei den Drückjagden im Forst und anderswo war er mit seiner Hündin immer als Durchgeher dabei. Dabei stand er auch schon mal einer verwundeten, aggressiven Sau gegenüber. Der Durchgeher und die Hunde beunruhigen das Wild und treiben es dadurch Richtung Schützen. Noch am Donnerstag war er wieder in Sachen Jagd unterwegs: Drückjagd im Forst. Am Abend nahm Perfler schließlich an einem Rosenkranzgebet in Pöring für zwei Waldarbeiter teil, die am Freitag beigesetzt wurden.

Perfler war, das berichten Jagdfreunde, ein leidenschaftlicher Saujäger. Sehr beliebt bei den Jägern, ausgestattet mit einem sonnigen Gemüt und immer für einen Spaß zu haben. Er war aber auch ein strenger Land- und Waldbaulehrer im Jagdkurs der Kreisgruppe der Ebersberger Jägerschaft. Er war auch beliebter Blasmusiker und Zitherspieler, und dazu noch ein Trachtler mit Herz. Und bei allem stets bereit, sich auch für wohltätige Zwecke ins Zeug zu legen. Jörg Domke

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