Da blitzt der Chrom: imposanter Hummer
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Da blitzt der Chrom: imposanter Hummer.
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Viele Spaß und staunende Gesichter gab es beim Treffen der Ami-Schlitten bei Hohenlinden. Mit dabei: jede Menge Show und röhrende Motoren.
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Viele Spaß und staunende Gesichter gab es beim Treffen der Ami-Schlitten bei Hohenlinden. Mit dabei: jede Menge Show und röhrende Motoren.
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Viele Spaß und staunende Gesichter gab es beim Treffen der Ami-Schlitten bei Hohenlinden. Mit dabei: jede Menge Show und röhrende Motoren.
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Viele Spaß und staunende Gesichter gab es beim Treffen der Ami-Schlitten bei Hohenlinden. Mit dabei: jede Menge Show und röhrende Motoren.
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Viele Spaß und staunende Gesichter gab es beim Treffen der Ami-Schlitten bei Hohenlinden. Mit dabei: jede Menge Show und röhrende Motoren.
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Viele Spaß und staunende Gesichter gab es beim Treffen der Ami-Schlitten bei Hohenlinden. Mit dabei: jede Menge Show und röhrende Motoren.
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Viele Spaß und staunende Gesichter gab es beim Treffen der Ami-Schlitten bei Hohenlinden. Mit dabei: jede Menge Show und röhrende Motoren.

US-Car-Treffen

Viel Hubraum und noch mehr PS

Viele Spaß und staunende Gesichter gab es beim Treffen der Ami-Schlitten bei Hohenlinden. Mit dabei: jede Menge Show und röhrende Motoren.

Hohenlinden – Das Rasthaus an der B 12 steht seit Jahren nicht nur für den Flohmarkt, der jeden Samstag hier Besucher anlockt. Dort befindet sich auch das Mekka jener Autofahrer, die ein US-Car besitzen, im Volksmund einen Ami-Schlitten. Sie kommen hierher, aus ganz Bayern und Österreich, um sich und ihr meist ungewöhnliches Fahrzeug bei einem lockeren Treffen zu präsentieren.

Was sie alle vereint, ist die Liebe zu jenen Autos, die mit ebenso üppigen Karosseriedimensionen wie Hubrauminhalten brillieren. Wer „nur“ einen Sechszylinder-Motor unter der Motorhaube seines metallenen Schätzchens präsentieren kann, gilt in dieser Runde als schwachbrüstig. Ein sattes V8-Triebwerk sollte es schon sein, mit jenem typischen Auspuff-Brabbeln, das bei Fans für Gänsehaut sorgt.

Außerdem sollte ein amerikanisches Auto sich optisch hervorheben, Show gehört dazu. Auch jener braun gebrannte Münchner, der seinen Namen nicht nennen will, ist mit einem auffällig Orange-Metallic-farbenen Dodge Pickup angereist. „Dieses Auto ist mittlerweile 80 Jahre alt. Doch nur noch die Grundkarosserie ist original. Die Technik darunter habe ich komplett erneuert, genieße den Komfort einer Klimaanlage und fahre – außer im Winter und bei schlechtem Wetter – mit diesem Auto jeden Tag. Es ist das einzige Exemplar in Deutschland und besitzt einen 5,7-Liter-V8 aus der Chevrolet Corvette“.

Sein Nachbar auf der Wiese hinter dem Rasthaus, Ferdinand Kliem aus dem Kreis Mühldorf, verdient seine Brötchen mit so genannter Lüftl-Malerei. Er verziert aber nicht nur Häuser, Garagen oder Zimmer mit seiner Kunst: Auch die Flanken seines riesigen schwarzen Chevrolet Avalanche weist ein überdimensionales Gemälde auf – eine durch die Prärie galoppierende Bison-Herde. „An meinem Auto kann ich die hintere Dachpartie hochklappen und damit die Ladefläche als Pick up verlängern“, erklärt Kliem stolz, der „mindestens einmal pro Jahr in die Staaten“ fliegt. Sein über 300 PS starker und 2,4 Tonnen schweres Gefährt stammt ursprünglich aus Arizona, wo der US-Car-Experte „noch nie ein Auto mit Rost gesehen hat, ein tolles Klima für Oldtimer“.

Ein Ehepaar aus Landsberg hat seinen Ford F 100, einen populären amerikanischen Kleinlaster von 1966, in Österreich erstanden und aufwendig restauriert. „Unser Auto stammt ursprünglich aus Nevada, wir mussten erst einmal fünf Kilo feinsten Sand aus den Türkästen entfernen“. Solche Probleme kennt das blitzsaubere Cadillac de Ville-Cabrio von 1965, gut fünf Meter lang und mit riesigen Heckflossen, nicht. Es steht da, wie aus dem Ei gepellt, und an der Windschutzscheibe prangt die Kopie einer US-Drivers-Licence. Der Name des Fahrers: Elvis Presley.

Solches Posen mit fremden Federn zwischen all jenen feinen und schnellen Chevrolet Corvettes, Ford Mustangs, Pontiac Firebirds oder Dodge Challengers mag allerdings nicht jeder.

Der Besitzer eines Chevy Impala von 1968, schon damals 325 PS stark, gibt auf einem technischen Datenblatt hinter der riesigen Windschutzscheibe eher unerwartet ehrliche Antworten zu den Fragen nach Verbrauch und Höchstgeschwindigkeit: „2,5 Liter auf zehn (!) Kilometer“ und „lebensgefährlich“.

Überhaupt machen die wenigsten unter den US-Car-Besitzern einen Hehl um die Urgewalt ihrer Fahrmaschinen. Und so warnt an einem getunten Modell ein Aufkleber mit dem dezenten Hinweis: „Achtung, V8-Ansaugbereich: Tiere, Kinder und Kleinwagen bitte fernhalten“.

Tatsächlich tönt auf einmal ehrgebietendes Grollen aus diesem Motorraum, doch die Besucher nehmen’s mit Fassung. So etwas gehört einfach dazu, wenn sich in Zeiten moderner E-Mobilität ein paar automobile Saurier treffen.

Friedbert Holz

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