Bauprojekt in Hohenlinden

Wohnanlage Abtwiese voll im Kostenrahmen

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Hohenlinden  - Das Projekt Seniorenwohnen auf der Abtwiese schreitet voran. Jetzt gibt es dazu auch noch eine besonders gute Nachricht: Die Kosten bleiben im geplanten Rahmen.

Die letzte Sitzung des Gemeinderates im alten Jahr nutzte Bürgermeister Ludwig Maurer dazu, schon mal einen Blick auf das womöglich größte Ereignis im nächsten Jahr in Hohenlinden zu wagen: Die Eröffnung der seniorengerechten Wohnanlage auf der Abtwiese – ein Neun-Millionen-Euro-Projekt. Im ersten Quartal 2017 werde der Gemeinderat darüber beraten, wie die unter kommunaler Federführung entstehenden Mietwohnungen an die künftigen Nutzer vergeben werden, so Maurer im Plenum. Noch nicht sicher nämlich ist, nach welchen Kriterien eine Vergabe erfolgen soll.

Derweil ging es darum, noch zwei Gewerke in Auftrag zu geben. Einen Schließ- und Lüftungsdienst in der nun anstehenden Winterpause und danach hat der Rat für 14 993 Euro an eine Neufarner Firma erteilt. Die Maler- und Lackierarbeiten gingen für 94 222 Euro an ein Handwerksunternehmen aus Bad Griesbach. Dieser Tagesordnungspunkt erzeugte im Rat durchaus Diskussionsstoff. Die Schätzungen der Fachleute im Vorfeld hatten für diese Handwerksleistungen einen deutlich höheren Betrag von rund 150 000 Euro ergeben, so dass sich den Mandatsträgern die Frage stellte, wie ein solcher Preissprung im Rahmen der erfolgten offenen Ausschreibung zustande kommen konnte. Projektleiter Martin Schallmoser versicherte auf Nachfrage, dass es sich bei dem Betrieb um eine geprüfte Firma handele, die auf solide Referenzen verweisen könne. Schallmoser räumte ein, dass auch ihn der Preis erstaunt habe: „Man bekommt hier die fertig gestrichene Farbe günstiger, als wenn man sie im Topf kauft.“ Die Firma habe ihm gegenüber erklärt, dass sie die verwendete Markenfarbe direkt beim Hersteller kaufe und so den günstigen Preis anbieten könne.

Bilanzierend hielten Schallmoser und auch die zuständige Architektin Regina Gaigl fest, dass man mit dem bisherigen Verlauf und der Qualität der Arbeiten auf der Abtwiese sehr zufrieden sei. Das Ziel, heuer noch mit den Putzarbeiten fertig zu werden, könne man witterungsbedingt zwar nicht schaffen, es gebe aber einen großen Puffer, den man nun in Anspruch nehme. Terminlich erwartet man daher keine Probleme im neuen Jahr. Preislich offenbar auch nicht. Martin Schallmoser rechnete vor, dass man 4,4 Prozent unter den Berechnungen liege; bei über 90 Prozent bereits ausgeschriebener Gewerke. Rathausboss Ludwig Maurer kündigte abschließend an, die Gemeinde werde im kommenden Frühjahr einen weiteren Besichtigungstermin für Interessierte anbieten.

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