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Die Spitzenkandidaten der Hohenlindener Grünen für die Kommunalwahl (v.l.): Armin Meyer, Manuela Brummer, Johannes Rumpfinger, Wilma Kloiber und Winfrid Rohrbach.

Wahlkampf

Grüne verzichten auf eigenen  Bürgermeister-Kandidaten

Nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen wollen die Grünen in Hohenlinden. 

Hohenlinden –Der erst im September neu gegründete Ortsverband der Grünen in Hohenlinden hat die Aufstellungsversammlung zur Gemeinderatswahl im März 2020 abgehalten. Die Liste wird angeführt von der Sozialpädagogin Manuela Brummer und dem Hohenlindener Unternehmer Johannes Rumpfinger. Auf einen eigenen Bürgermeisterkandidaten will der neue Ortsverband diesmal verzichten. Noch. „Wir wollten nicht den zweiten vor dem ersten Schritt machen“, so Vorstandsmitglied Sebastian Roth auf Nachfrage unserer Zeitung.

Im Rahmen der Aufstellungsversammlung, zu der neben der Sprecherin des Kreisverbandes Traudl Höpfner und den Mitgliedern des Ortsverbandes auch zahlreiche Interessierte und Mitstreiter ohne Parteimitgliedschaft gekommen waren, sprachen neben den beiden Spitzenkandidaten auch die aussichtsreich platzierten Wilma Kloiber, Winfrid Rohrbach und Armin Meyer über die Beweggründe ihrer Kandidatur. Eine hohe Motivation, die Hohenlindener Gemeindepolitik zukünftig aktiv und konstruktiv mitzugestalten, war allen Bewerbern anzumerken. Es gehe dabei nicht darum, gegen andere Wählergruppen zu arbeiten, betonte Manuela Brummer, sondern in der Zusammenarbeit eine nachhaltigere und den aktuellen Herausforderungen angepasste Politik durchzusetzen.

Den Ausbau einer regenerativen Energieversorgung im Gemeindegebiet wolle Johannes Rumpfinger vorantreiben. Zusammen mit der Energieagentur in Ebersberg habe man bereits begonnen, entsprechende Potenziale zu ermitteln, um diese in den Gemeinderat einzubringen.

Attraktive Liste für den Gemeinderat

Ein wichtiges Betätigungsfeld sieht er außerdem in der Anpassung der gemeindlichen Infrastruktur an das Wachstum, dazu führte er Kinderkrippen- und Kindergartenplätze auf, sowie die Verbesserung der Verkehrssicherheit auf Rad- und Fußwegen.

Winfrid Rohrbach sprach sicher vielen Teilnehmern aus dem Herzen, dass ihn vor allem die jüngeren Entwicklungen, wie die zunehmende Akzeptanz rechter Hetze und die rasant steigende Zahl der Umweltprobleme, zu einem Mitstreiter der Grünen entwickelt hätten.

Ähnlich ging es Armin Meyer, der außerdem gerne sähe, dass in der Arbeit des Gemeinderats dieselbe Professionalität und Vorbereitung einzieht, wie er sie aus seinem beruflichen Alltag kenne.

Schließlich sorgte Wilma Kloiber bei aller Motivation auch für nachdenkliche Gesichter unter den Zuhörern: Mit ganz konkreten Beispielen erzählte sie davon, wie sich die Natur in und um Hohenlinden in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten verändert habe, und dass sie sich dafür einsetzen wolle, dass dies zumindest in kleineren Bereichen wieder rückgängig gemacht werde.

Als Versammlungsleiter und Sprecher des Ortsverbandes hatte Sebastian Roth einen leichten Stand, alle Kandidaten fanden die volle Unterstützung, und die Liste wurde ohne Gegenstimme verabschiedet. Er betonte, dass unabhängig davon, wer von ihnen in den Hohenlindener Gemeinderat einzöge, ein ganzer Ortsverband und viele Mitstreiter hinter den Kandidaten stünden. „Wir sind eine schnell wachsende Gruppe, und ich bin mir sicher, dass unsere Anliegen durch jeden der Kandidaten engagiert vertreten werden.“

Dynamische Ortsgruppe 

Zum Abschluss zeigte sich Traudl Höpfner als Sprecherin des Kreisverbandes beeindruckt von der Entwicklung und Dynamik, mit der der neue Ortsverband in den Wahlkampf gestartet sei. Sie sei sehr zuversichtlich, dass sich das im März auch beim Wahlergebnis zeigen werde.

Im verabschiedeten Wahlvorschlag der Hohenlindener Grünen werden alle ungeraden Plätze durch Frauen eingenommen, das Durchschnittsalter der Kandidaten liegt bei 43 Jahren.

Die nächsten Treffen des grünen Ortsverbandes Hohenlinden finden jeweils am Donnerstag, 7. und 28. November, um 19 Uhr im Hohenlindener Gasthof „Zur Post“ statt. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.  ez

Die Kandidaten

Listenplätze der Grünen

1 Manuela Brummer

2 Johannes Rumpfinger

3 Maria Rohrbach

4 Armin Meyer

5 Wilma Kloiber

6 Winfrid Rohrbach

7 Gisela Wimmer

8 Sebastian Roth

9 Stephanie Harich

10 Sebastian Brummer

11 Ursula Bickhardt-Jedl

12 Herbert Kloiber

13 Simona Marella

14 Markus Wimmer

15 Christina Lihl

16 Georg Harich

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