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Gottes Segen für das neue Pfarrheim: Zahlreich sind die Hohenlindener zur Einweihung gekommen.

Große Feier zur Einweihung

Hohenlindens neues Pfarrheim: Ein Vorzeige-Projekt

So langsam finden die Hohenlindener Gefallen an ihrem neuen Pfarrheim. Die etwas exotisch anmutende Außenarchitektur hatte zunächst einige abgeschreckt. 

Hohenlinden – Auch wenn sein wellenförmiges Blechdach (noch) nicht jedem gefällt und der niedrige Bau gegenüber Rathaus und Schule vielleicht etwas exotisch wirkt: Das neue Pfarrheim kam bei der Einweihung nach dem Sonntagsgottesdienst bei den Besuchern überwiegend positiv an.

Schon während der Messe hatte Kirchenpfleger Josef Gallenberger, Bauherr und „Motor“ des neuen Gebäudes, seinen Stolz auf die nach seiner Meinung richtige Entscheidung geäußert. Zwar habe die Kirchengemeinde St. Josef das von der Diözese Freising vorgegebene Plansoll um rund 20 Prozent überschritten. „Doch mittlerweile haben wir hier ein Haus geschaffen, das ohne Übertreibung als ein Vorzeige-Projekt gelten darf“, so Gallenberger.

Auch Christoph Stürzer, Pfarrer und Leiter des Pfarrverbands Maria Tading, dankte noch in der Kirche allen am Bau Beteiligten und drückte seine Freude über das gelungene Werk aus. Und er beschenkte Josef Gallenberger mit einem Essens-Gutschein als Anerkennung für die viele Arbeit.

Alles modern und funktional

Anschließend ging er, begleitet von einer kleinen Ministranten-Abordnung, die wenigen Meter zum neuen Pfarrheim, um es offiziell einzuweihen. Dabei segnete er nicht nur mit kräftigen Schwüngen seines Weihwasser-Pinsels das Gebäude von außen. Er zog auch segnend durch alle Räume, der Geruch von Weihrauch waberte durch die Gänge des modernen und funktionalen Heims. Schließlich sprach der Pfarrer mit der versammelten Gemeinde vor dem Haus ein Gebet, in dem er vor allem den Geist von Gastfreundschaft und Hilfe für Bedürftige erbat.

Jetzt durften die Gemeindemitglieder, die schon neugierig auf den Einlass gewartet hatten, das Heim betreten. Raum für Raum wurde dabei erkundet und anerkennend bewertet, vor allem die zwei Küchen, der große Flur für Empfänge aller Art, das neue Pfarrbüro und die große Terrasse mit dem weitläufigen Garten fanden viel Gefallen bei den Besuchern.

Alle Räume barrierefrei

„Besonders stolz sind wir auf die Barrierefreiheit“, so Gallenberger, „und das gilt nicht nur für Rollstuhl- oder Rollator-Fahrer. Auch Mütter mit Kinderwagen haben jetzt einen einfacheren Zugang zu den verschiedenen Terminen.“ Dass das ungewöhnliche Äußere des neuen Pfarrheims „für manche etwas viel auf einmal“ gewesen sei, gab Architekt Frieder Lohmann aus Waldkraiburg zu.

Es sei auch nie um Selbstdarstellung seines Büros aus Isen gegangen, sondern um die Verwirklichung einer höchst funktionalen Idee. „Denn mit der so genannten Blechwelle konnten wir eine Dachform schaffen, die wenig Wartung braucht und daher geringe Unterhaltskosten mit sich bringt. Zudem verfolgten wir das Ziel, den baulichen Übergang des etwas niedrigeren Eingangsbereichs und der höher gebauten Funktionsräume elegant in einer fließenden Form zu lösen. Dass sich Pfarrer Stürzer dieser extravaganten Idee spontan anschloss, hat uns großen Respekt abverlangt.“

Niedrige Unterhaltskosten für das Blechwellendach

Schließlich findet auch Bürgermeister Ludwig Maurer Gefallen an seiner neuen Nachbarschaft: „Das Pfarrheim ist trotz seiner Form, die etwas aus dem Rahmen gefallen ist, sehr funktional im Inneren geworden. Und schließlich steht die Zeit niemals still, wir wollten hier mitgehen.“

Dann mischte er sich wieder unter die vielen Besucher, die sich am reichhaltigen Büffet bedienten und in Ruhe „ihr“ neues Heim erkundeten.

Friedbert Holz

Im Vorfeld wurde viel über die Architektur des neuen Pfarrheims diskutiert. Lesen Sie dazu diesen Bericht 

Aber nicht nur die Äußere Hülle stand im Fokus, auch die Finanzierung. 

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