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Sowas ist derzeit nicht mehr möglich: Gedränge bei einem Basar.

Virtueller Verkaufsraum

Hohenlindener KidsBasar geht online

Statt eines Kinderwarenbasars wie üblich, veranstaltet die Kindergarten St. Josef jetzt erstmals einen Online-Verkauf. Eingestellt werden können Waren ab Montag, 12. April.

Hohenlinden – Aufgrund der Pandemie wird es heuer in Hohenlinden keinen Basar für Kinderwaren aller Art geben; jedenfalls nicht im herkömmlichen Sinne. Wohl aber einen Online-„KidsBasar“. Das Konzept dazu ist noch relativ neu. Unlängst gab es, was den Landkreis Ebersberg angeht, schon einen erfolgreichen Probelauf im Katholischen Kindergarten St. Sebastian in Ebersberg.

Und ab heute folgt der Pfarrkindergarten St. Josef in Hohenlinden. Die technischen Grundlagen dafür schufen die Eheleute Günter und Stefanie Maier aus Waldkirchen im Landkreis Freyung-Grafenau. Er ist Programmierer, Sie war die eigentliche Ideengeberin. Herausgekommen ist jedenfalls eine Software-Lösung, die es auch in Zeiten wie diesen möglich macht, Basare durchzuführen, ohne dass es zu unerwünschten Menschenansammlungen kommen muss. Die ersten Probeläufe in Waldkirchen verliefen dem Vernehmen nach so gut, dass das Ganze die Runde machte und nun auch den Landkreis Ebersberg erreichte. Inzwischen seien Online-Basare dieser Art sogar schon deutschlandweit durchgeführt worden, heißt es.

Die Federführung in Hohenlinden hat Viola Schad übernommen, eine der Mitwirkenden im Organisationsteam des traditionsreichen KidsBasars, der gewöhnlich im Wendlandhaus stattfindet. Das Prinzip: Der diesjähriger Frühjahrsbasar findet online auf hohenlinden.kibaza.de statt. Jeder hat die Möglichkeit, bequem von zu Hause aus zu verkaufen und zu kaufen. „Der Vorteil unseres Onlinebasars besteht darin, dass man als Verkäufer die Artikel schnell hochladen kann und nicht verkaufte Artikel gespeichert bleiben. Nur die reservierten Artikel werden etikettiert und dann zu uns zum Kindergarten St. Josef am Rathausplatz 3 in Hohenlinden gebracht“, heißt es auf der entsprechenden Internetseite und auch auf einer eigens ins Leben gerufenen Facebook-Seite.

Als Käufer, so wird dort weiter erklärt, finde man durch das Benutzen der Filter schnell die benötigten Artikel. Die gewohnte Verkäuferprovision in Höhe von 20 Prozent erhält der Kindergarten.

Angebote einstellen ab Montag, 12. April

Doch aufgepasst: Es pressiert fast schon. Verkäufer können ihre Artikel nämlich schon von Montag, 12. April, an, und noch bis 29. April hochladen. Ab 30. April, 8 Uhr, kann dann nach Herzenslust geshoppt werden. Am Samstag, 8. Mai, kann ab 8 Uhr kann die Ware direkt im Kindergarten St. Josef abgegeben werden. Das Helferteam hat bis dahin die eingegangenen Reservierungen gesichtet und entsprechende Verkaufstüten hergerichtet. Und am Sonntag, 9. Mai, ab 10 Uhr kann das Geld abgeholt werden.

Das gesamte, ausgeklügelte Prozedere ist auf der Internetseite detailliert beschrieben. Zuerst muss man sich registrieren lassen. Dann muss jeder Verkäufer seine Artikel fotografieren und genau beschrieben sowie einer Warengruppe zuordnen. Es gibt bei der Einstellung der Artikel übrigens keine Mengenbegrenzung. Wichtig ist aber, dass die Sachen alle einwandfrei, fleckenlos und unbeschädigt sind.

Große Resonanz im Vorfeld

Schon die bis jetzt online gemachte Werbung für die Hohenlindener Initiative hat übrigens große Resonanz hervorgerufen. Viola Schad, selber Mutter zweier Kindergartenkinder, hatte bis zum Ende der vergangenen Woche bereits 100 interessierte Verkäufer notiert. Bei den normalen KidsBasaren in Hohenlinden ist das genau das maximale Limit.

Die Wirtschaftsfachwirtin schätzt, dass pro Verkäufer mit durchschnittlich einzustellenden 60 Artikeln gerechnet werden könne. Mache schon jetzt eine Artikelzahl von mindestens 6000. Wahrscheinlich werde es noch mehr werden.

Die Software ist so ausgelegt, dass sie nach Abschluss der Einstell- und Reservierungsphase berechnet, wie lange die eigentliche Abgabe an die Käuferinnen und Käufer dauern wird. Viola Schad sagt: „Wir haben uns da nicht festgelegt, über unsere Facebook-Seite informieren wir, wenn zeitliche Flexibilität erforderlich wird“.

Im Vorfeld war eine ihrer Aufgabe, das Ganze auch mit den Gesundheitsbehörden zu checken. „Das ist alles abgesprochen“, sagt die Hohenlindenerin. Sie selber, sagt sie, sei schon jetzt gespannt, wie der ersten Online-Basar in Hohenlinden ankommen werde. Gut vorstellbar für sie ist, dass das Ganze bei einem erfolgreichen Verlauf sozusagen schon die Zukunft beschreibt. In Ebersberg hatte Viola Schad übrigens für ihre Kleinen auf diesem Weg schon brauchbare Sachen beschaffen können. „Die Erfahrungen waren absolut positiv“, sagt sie.

Der Kinderwarenbasar ist unter der Internetadresse https://hohenlinden.kibaza.de erreichbar.

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