Kriegerdenkmal

Zurück zur Würde

  • schließen

Hohenlinden - Monatelang wurde diskutiert. Nun hat der Gemeinderat einen Schlussstrich unter die intensive Debatte um den Standort des Kriegerehrenmals gezogen.

Bisweilen hatte die Diskussion um eine Verlegung des Kriegerdenkmals auf dem Kirchplatz in Hohenlinden schon Züge einer nie enden wollenden Provinzposse. Nun aber scheint es so, dass die sprichwörtliche Kuh endgültig vom Eis ist. Der Rat der Gemeinde beschloss am Montag bei vier Gegenstimmen, einem Kompromissvorschlag zu folgen, zu dem sich zuletzt – auch bei einem Ortstermin – Vertreter der Kirchenverwaltung (der katholischen Kirche gehört der Grund, um den sich alles dreht), der Gemeinde und des Krieger- und Reservistenvereins einigten. Kurzum: Das Kriegerdenkmal wird im Zuge der geplanten Neugestaltung des Kirchplatzes am jetzigen Standort nicht verbleiben können. 

Stattdessen wird man es nun um maximal zehn Meter versetzen und so drehen, dass die Hauptseite (die, an der sich auch eine Laterne befindet) in Richtung Pfarrkirche zeigen wird. Zwischen Kirche und dem künftigen Standort soll nach Vorstellungen der Stadtplaner und der Mehrheit der Gemeinderatsmitglieder ein echter Platz geschaffen werden. Ein Platz, der zum Beispiel bei Gedenk- oder Trauerfeiern genügend Raum für Besucher bieten könnte. Sinn und Zweck dieser Umsiedlung ist es, das Denkmal von dem künftigen Parkbereich des Platzes weitgehend zu trennen und damit dem Mal wieder eine größere Würde zu verschaffen. Mehrere Gemeinderatsmitglieder, aber auch Thomas Heidfeld als Vorstand der Krieger und Reservisten und Josef Gallenberger als Vertreter der katholischen Pfarrei St. Josef, betonten im Verlauf der Ratssitzung am Montag, dass durch teils abenteuerlich abgestellte Pkw und Lkw derzeit die Würde der Gedenkstätte bereits erheblich verloren gegangen sei. Einmütig verworfen wurde von allen Protagonisten ein Alternativstandort, den das von der Gemeinde beauftragte Münchner Planungsbüro zur Umgestaltung der Ortsmitte ins Spiel gebracht hatte. Dabei wäre es um eine Verlegung in den Bereich vor der Sparkasse und dem behindertengerechten Zugang zum Kirchenfriedhof gegangen. „Dort ist es uns zu unruhig“, so Gallenberger. 

Heidfeld betonte, dass es ihm und dem Verein in erster Linie darum gehe, dem Kriegerdenkmal die Würde zurückzugeben. Versuche Einzelner im Plenum, den Standort des Denkmals komplett unangetastet zu lassen, scheiterten, zumal die städtebaulichen Planungen für die neue Ortsmitte Hohenlindens bereits in Fahrt gekommen sind.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Kahlschlag: 30 Bäume müssen weg
Poing - Bevor im August mit dem Abbruch der Grundschule Karl-Sittler-Straße begonnen wird, ist schon jetzt eine  Maßnahme notwendig: In den Faschingsferien werden über …
Kahlschlag: 30 Bäume müssen weg
Markt Schwabener Fußballer hoffen auf neuen Platz und neues Heim
Markt Schwaben - Etwa 500 Jugendliche kicken im Verein in Markt Schwaben, dazu kommen noch etliche Senioren. Sie alle brauchen Platz. Platz, den es in ausreichendem …
Markt Schwabener Fußballer hoffen auf neuen Platz und neues Heim
Polizei schnappt Glonner Dealer
Glonn - Wegen des Verdachts des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln hat die Kripo am Mittwoch die Wohnung eines 36-jährigen Tatverdächtigen in Grasbrunn. Dabei …
Polizei schnappt Glonner Dealer
Veronika aus Forstern
Ab sofort geht bei Familie Pinl alles nur noch im Quartett. Nach Sohnemann Maximilian ist Töchterchen Veronika in die Forsterner Familie gekommen. Mama Heidi und Papa …
Veronika aus Forstern

Kommentare