Eva Schwarzenböck mit Sohn Adrian (10) und Kater.
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Eva Schwarzenböck mit Sohn Adrian (10) und Kater.

Familie Schwarzenböck in Kreith

Mysteriöses Katzensterben: Familie verliert drei Tiere binnen kurzer Zeit - jetzt gibt es eine Anzeige

  • VonJörg Domke
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Drei Katzen der Familie Schwarzenböck sind in Kreith binnen kurzer Zeit auf mysteriöse Weise gestorben. Nun hat die Familie Anzeige bei der Polizei erstattet.

Hohenlinden – Katzen haben im Leben von Eva Schwarzenböck eigentlich schon immer eine nicht unwesentliche Rolle gespielt. Sie waren und sind sozusagen ständige Begleiter von Kindheit an. Schon, als sie im Haus der Eltern im Hohenlindener Ortsteil Kreith aufwuchs, das sie inzwischen mit eigener Familie selber bewohnt, waren immer auch Samtpfoten dabei.

Besonders in Erinnerung geblieben ist Sam, der immerhin 18 Jahre wurde, bis er dann von einem Mähdrescher erwischt wurde. Zwischen einer und sechs Katzen hielten sich immer bei den Schwarzenböcks auf. In jedem der Tiere stecke viel Zeit und Herzblut, sagt die 39-Jährige. Und damit auch emotionale Bindungen.

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Der 8. November 2020 markierte aber im Leben der Hohenlindenerin einen ersten emotionalen Schlag. Es war der Tag, an dem der dreijährige Donald bei einem Nachbarn tot aufgefunden wurde. Ohne dass Blut geflossen sei, ohne äußerlich erkennbare Verletzungen, wie es heißt.

Donald war ein Nachkomme von Tinka, die den Schwarzenböcks 2015 zugelaufen war. Tinka brachte aber noch andere Katzen mit. Nicht alle verblieben im Einfamilienhaus der Tierfreunde mit seinem großen Garten oder in der unmittelbaren Umgebung. Manche wurden auf der nahe gelegenen Bundesstraße überfahren, andere gab Eva Schwarzenböck in professionelle Obhut.

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Auf den Fund des toten Donald konnten sich die Schwarzenböcks noch keinen Reim machen. Auch nicht, als heuer am 16. Februar Tinka im Alter von geschätzten sieben oder acht Jahren plötzlich vor der Haustür tot umfiel. Das sei, sagt die Katzenliebhaberin, für Katzen eigentlich noch kein Alter. Es war ausgerechnet auch noch der Geburtstag ihres Sohnes Adrian. Der Bub ist zehn Jahre alt und wie die Mama jemand, der ebenfalls eine erkennbare Vorliebe für die Haustiere hat.

Erst neulich, am 17. August, meldete sich bei Adrian eine Nachbarin, um dem Buben mitzuteilen, dass sie eine junge tote Katze bei sich gefunden habe. Adrian informierte gleich die Mama, die sich zu diesem Zeitpunkt an ihrer Arbeitsstelle in Parsdorf befand. Nicki, drei Monate alt, ist die nunmehr dritte Katze der Schwarzenböcks, die binnen eines Jahres auf ungeklärte Weise zu Tode kam.

Eva Schwarzenböck nahm das alles nun zum Anlass, bei der Polizei in Ebersberg Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten. In der Dienststelle hatte man der besorgten Hohenlindenerin nach ihren Worten aber wenig Hoffnung gemacht, in diesem Fall etwas ermitteln zu können.

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„Ich kann auch nur Vermutungen anstellen“, sagt eine traurige Eva Schwarzenböck mit Ratlosigkeit im Gesicht. Sie sei, berichtet die gelernte Bürokauffrau, weit davon entfernt, irgendjemandem irgendeine Schuld zuzuweisen. Beweise für irgendwas liegen ihr keine vor. In Hohenlinden, sagt sie, gebe es viele Katzen. Doch nirgendwo seien in so kurze Zeit gleich drei auf unbekannte Art und Weise zu Tode gekommen. Komisch sei das allemal.

Bis vor einigen Tagen waren es noch drei Tiere, die bei den Schwarzenböcks verblieben. Am vergangenen Dienstag war auch noch der viermonatige Donald 2.0 spurlos verschwunden. Inzwischen ist er aber wieder aufgetaucht. Sollte es wirklich noch einen vierten Fall geben, sagt die Kreitherin entschlossen, werde sie die Kosten nicht scheuen und einen Tierpathologen einschalten. „Dann will ich es wirklich wissen“, fügt sie an. Und blickt traurig und nachdenklich zugleich von der Terrasse ihres Hauses aus auf einen Randstreifen ihres großzügig angelegten Gartens. Dort hat die Familie ein Art Katzenfriedhof angelegt.

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