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Bis zu 80 Plätze bietet der Pfarrsaal im neuen Pfarrheim in Hohenlinden.

Eröffnung steht kurz bevor

Neues Pfarrheim in Hohenlinden: Alles klar zum Neustart

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Das wird ein wichtiges Datum  in Hohenlinden. Am Sonntag, 1. September, weiht die katholische Gemeinde ihr neues Pfarrheim ein.

Hohenlinden – Der kommende Sonntag wird ein nicht unbedeutender Tag für die katholische Gemeinde in Hohenlinden werden. Nach einem ganz normalen Gottesdienst ab 10.15 Uhr in der St. Josef Pfarrkirche wird Pfarrer Stürzer mit Ministranten zum neuen Pfarrheim ziehen und dort mit allen, die interessiert sind, den kirchlichen Neubau einweihen. Und danach stehen die modernen und hochwertigen Räumlichkeit allen örtlichen kirchliche Gruppen zur Verfügung: Chor, Pfadfinder, Minis, Senioren, Pfarrgemeinderat, Eltern-Kind-Gruppen etc..

Neues Pfarrheim mit wellenförmigem Aludach

Der von außen futuristisch anmutende Holzständerbau mit seinem wellenförmigen Alu-Dach hatte in der Bauphase so manche Debatte im Dorf ausgelöst. Kirchenpfleger Josef Gallenberger aber betont gegenüber der EZ, dass der Bau und das gesamte Konzept zurückgehen auf Beschlüsse der Kirchenverwaltung. „Wir haben das alles genau so gewollt“, nimmt er denen den Wind aus den Segeln, die glaubten, hier hätten einige Alleingänge unternommen.

Das Ordinariat München/Freising steht offenbar auch voll hinter der Architektur. Erst unlängst hatte es eine Gruppe Interessierter aus der Pfarrei St. Ulrich aus München Laim nach Hohenlinden gelockt, die sich den Bau samt Raumkonzept genau ansahen und, so Gallenberger, begeistert heimfuhr.

Innerhalb des Ordinariats gilt das Pfarrheim in Hohenlinden als Pilotprojekt, weil hier erstmals die organisatorische Bauabwicklung direkt der örtlichen Pfarrgemeinde übertragen worden war. Ob das eine Vorgehensweise für die Zukunft bleiben wird, ist noch offen. Gallenberger schätzt, dass das, was 2015/2016 probiert worden war, heute so nicht mehr möglich sei; weil die kirchlichen Neubautätigkeiten nicht mehr so umfangreich seien wie noch vor ein paar Jahren.

Der Saal mit angeschlossener Küche ist inzwischen möbliert mit hochwertigen Buchen-Erzeugnissen aus dem Schwarzwald. Maximal bietet er Platz für 80 Gäste. Direkt nebenan ein autarker Jugendraum mit eigener Küche. Nicht mehr rechtzeitig fertig werden wird das Büro. Hier hatte es Lieferschwierigkeiten gegeben. Gallenberger rechnet damit, dass das Mobiliar in ein paar Wochen angeliefert werden wird. Solange befindet sich das Büro im Pfarrhaus nebenan. Ein Umzug werde dann relativ schnell über die Bühne gehen können; quasi nahtlos.

An der Optik scheiden sich die Geister in Hohenlinden

Nicht zu verachten ist der großzügige Grünbereich hinter dem Saal samt Terrasse. Es handelt sich um eine Fläche, die früher mal als Erweiterungsbereich für den neuen Friedhof gedacht war. Noch heuer im Herbst will man eine Buchenhecke pflanzen und so eine gewisse Abtrennung schaffen.

Probleme mit der Kapazität an Grabstellen werde es nicht geben, heißt es. Erstens, weil im alten Friedhofsteil immer mal wieder Gräber aufgelassen werden. Die Ruhezeit in Hohenlinden beträgt 15 Jahre. Und zweitens, weil sich inzwischen die Bestattungskultur auch in Hohenlinden langsam, aber spürbar verändert hat. Von acht angelegten Urnenerdgräbern sind fünf zurzeit belegt. 16 Weitere werden in den nächsten Wochen dazukommen.

Mit einem Zuschuss hat sich die politische Gemeinde an den Kosten für die Innenausstattung mit 50 000 Euro beteiligt. Allerdings dabei festgelegt, dass die Mittel nicht für die Büromöbel verwendet werden dürfen. Den Artikel dazu lesen Sie hier. Das sei Sache des Arbeitgebers, also der hier der Pfarrgemeinde, hieß es unlängst im Gemeinderat. 

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